Am Ende der Subway
Gestern ist schon wieder ein sehr schöner Reise-Artikel in der SZ erschienen: "Übers Ziel hinaus". Ein Reise zu fünf U-Bahn-Endstationen in New York. Klingt banal, ist aber zauberhaft geschrieben. Das liest sich zum Beispiel so:
Mit der SIR bis Tottenville, Staten Island
Dass man hier verdammt weit weg ist von jenem New York, das man gut zu kennen glaubt - das merkt man spätestens beim Verlassen der Station in Tottenville: Es gibt kein Drehkreuz. In den 468 anderen Subway-Stationen müssen Passagiere ihre Fahrkarte durch einen Schlitz ziehen, bevor sie gehen dürfen; hier fehlt das. Es fehlt sogar die Tür. Was damit zu tun hat, dass auch die Passagiere fehlen: Im Zug eben war niemand mehr. Außer dem Schaffner. Der geht jetzt hinüber zum Meer, einen Beutel trockener Brotreste hat er dabei, damit füttert er die Möwen ...
Mit der SIR bis Tottenville, Staten Island
Dass man hier verdammt weit weg ist von jenem New York, das man gut zu kennen glaubt - das merkt man spätestens beim Verlassen der Station in Tottenville: Es gibt kein Drehkreuz. In den 468 anderen Subway-Stationen müssen Passagiere ihre Fahrkarte durch einen Schlitz ziehen, bevor sie gehen dürfen; hier fehlt das. Es fehlt sogar die Tür. Was damit zu tun hat, dass auch die Passagiere fehlen: Im Zug eben war niemand mehr. Außer dem Schaffner. Der geht jetzt hinüber zum Meer, einen Beutel trockener Brotreste hat er dabei, damit füttert er die Möwen ...
7an - 2010-11-05 18:16

Vor vier Jahren stand ich am Hauptbahnhof Frankfurt und wusste nicht so recht, wie es mir ging. Ich hatte gerade mein erstes Bewerbungsgespräch für einen PR-Job hinter mich gebracht, genauer gesagt einen Werkstudentenjob. Es war ein schöner Herbsttag, recht warm, sehr sonnig, es war gut gelaufen in der Agentur, einem ansehnlichen Unternehmen mit 3300 Angestellten in 53 Büros überall auf der Welt, es hätte der Beginn einer Karriere in der Public Relations sein können. Doch ich hatte Zweifel. 