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Mittwoch, 30. Januar 2013

"1933. Der Anfang vom Ende des deutschen Judentums"

montag

"Heute ist also Hitler Reichskanzler, eine nette Gesellschaft, na die werden auch mit Wasser kochen, bleibt abzuwarten was nun kommt!", schreibt Rosa Süss aus Mannheim 1933 an ihre frisch vermählte Tochter Liselotte und deren Mann Manfred Sperber, die in Italien ihre Flitterwochen verbringen. Bis Ende 1933 sollten über 300 Erlasse, Verordnungen und Gesetze den Juden in Deutschland das Leben schwer machen.

Das Jüdische Museums Berlin hat anlässlich des 80. Jahrestages von Hitlers Machtergreidung das Online-Projekt "1933. Der Anfang vom Ende des deutschen Judentums" gestartet. Bis Ende 2013 werden Zeugnisse der Entrechtung und Verdrängung wie auch Belege des normalen Alltags der deutschen Juden gezeigt. Mehrmals in Monat werden Dokumente und Fotografien präsentiert – jeweils 80 Jahre nach ihrer Entstehung. Die gezeigten Objekte, darunter Urkunden und Ausweise, Briefe und Postkarten, Anträge und Protokolle, Tagebucheinträge, Notizen und Fotografien, geben Einblick in die unmittelbaren und indirekten Auswirkungen der anti-jüdischen Maßnahmen sowie in die Reaktionen, die sie hervorriefen.

Hier geht es zum Online-Projekt: http://bit.ly/X8iNEi

Mittwoch, 12. Januar 2011

Das System Maschmeyer

Heute Abend um 21.45 Uhr läuft auf ARD eine halbstündige Doku darüber, wie Carsten Maschmeyer als Gründer des Finanzdienstleisters AWD sein Vermögen mit dem Betrug von Kleinanlegern gemacht haben soll. Maschmeyers Anwalt hat über Monate hinweg versucht, den Beitrag zu verhindern.

Siehe auch den SZ-Artikel "Die Papierflut-Taktik"

Nachtrag vom 15.01.11: Besser bald die Doku online ansehen, bevor Maschmeyer noch mehr Szenen rausstreichen lässt.

ARD: Programmbeschreibung: Er kennt sie alle - die Großen und Mächtigen in diesem Land. Bundespräsident Christian Wulff macht Urlaub in seiner Villa auf Mallorca, Altbundeskanzler Gerhard Schröder nennt ihn einen "Freund" und Familienministerin Köhler lässt sich von seinem Unternehmen beraten: Dass ausgerechnet der Gründer des umstrittenen Finanzdienstleisters AWD, Carsten Maschmeyer, ein enger Freund der Spitzen unserer Gesellschaft ist, macht seine Opfer fassungslos.

Der AWD hatte vielen Kleinanlegern, die ihren Lebensabend finanziell absichern wollten, so genannte Schrottimmobilien und Geschlossene Fonds verkauft, die längst nicht das brachten, was versprochen worden war. So klagen ungezählte Anleger über den Verlust ihrer gesamten Ersparnisse. Der Reporter Christoph Lütgert von der Redaktion Panorama hat die AWD-Opfer besucht.

Lütgert versuchte herauszufinden, warum ein Mensch wie Carsten Maschmeyer eine solch hohe Anziehungskraft auf Politiker ausübt, die sogenannte "Hannover-Clique" ist bereits zum feststehenden Begriff geworden. Mehrere Politiker bzw. Ex-Politiker äußern sich zu ihrem Verhältnis zu Maschmeyer - nur der AWD-Gründer selber weigert sich monatelang, ein Interview zu geben. Dann begegnet Panorama-Reporter Lütgert dem AWD-Gründer Carsten Maschmeyer in Frankfurt auf einer Finanzmesse.

Ein Film der Panorama-Redaktion über Freund- bzw. Seilschaften - und mögliche Interessenskonflikte von Kristopher Sell, Johannes Edelhoff und Sabine Puls.

Freitag, 12. November 2010

Allianz und die Kaltakquise

Liebe Kollegen,

seit einigen Wochen telefonieren Mitarbeiter der Allianz Freischreiber-Mitglieder ab um neue Kunden für das Presseversorgungswerk zu gewinnen. Dabei erzählen sie offenbar, sie hätten die Kontakte "von den Freischreibern" erhalten.

Das möchten wir gerne richtig stellen: Freischreiber gibt keine Adressen weiter und arbeitet auch nicht mit dem Presseversorgungeswerk oder der Allianz zusammen. Die Versicherungsmakler haben sich die Kontaktdaten händisch von der Freischreiber-Seite zusammen gesammelt.

Wer nicht mehr kontaktiert werden möchte, hat zwei Möglicheiten:

1. Sein Profil auf "nicht öffentlich" stellen (dann kann es nur von eingeloggten Mitgliedern gefunden werden, aber eben auch nicht mehr von potenziellen Kunden). Dazu muss man auf der Freischreiberseite links im "Meine Aktionen" Kasten auf Profil klicken und auf der sich öffnenden Seite oben im Kästchen "nicht veröffentlichen" einen Haken setzen. Speichern nicht vergessen.

2. Kaltakquise ist gesetzlich sehr streng reglementiert (Geldstrafe bis zu 50.000 Euro bei ungewollter Kontaktaufnahme!), aber nicht alle Verkäufer halten sich daran. Ein kleiner Hinweis darauf wirkt in der Regel Wunder.

Herzliche Grüße
Die Freischreiber

Freitag, 10. September 2010

SWR2-Feature: Entführt in Gaza

Radio-Empfehlung

Der BBC-Reporter Alan Johnston wird kurz vor Ende seiner Korrespondentenzeit in Gaza am 12. März 2007 von einer palästinensischen Gruppierung entführt, die sich Army of Islam nennt. Während seiner 4-monatigen Geiselhaft solidarisieren sich in zwei verschiedenen Petitionen weltweit über 180.000 Menschen mit Johnston.

Nie zuvor haben sich so viele Menschen für das Leben eines Journalisten eingesetzt. Vielen Hörern des BBC Worldservice ist er durch seine eindringlichen Reportagen aus Afghanistan und Palästina bekannt geworden, zuletzt dadurch, dass er den Menschen im Gazastreifen eine Stimme gab. Peter Moritz Pickshaus hat damals selbst die Petition unterschrieben und sich nun auf die Spur einiger Mitunterzeichner begeben. Er befragt sie nach ihren Motiven und lässt Alan Johnston selbst die Erfahrungen seiner Geiselhaft hautnah schildern.

Ostaz - Entführt in Gaza, ein SWR2-Feature, Mittwoch, 15.09.2010, 22.05 bis 23.00 Uhr


Nachtrag: Leider ist der Stream nicht mehr online. Der Sender sagt: "Aus lizenzrechtlichen Gründen dürfen wir diese Produktionen nur für eine Woche zum Nachhören ins Netz stellen." Und dafür müssen die Bürger 18 Euro Rundfunkgebühr im Monat zahlen.

Freitag, 14. Mai 2010

Die Johnny Walker-Story



Ein toller Werbefilm von und über Johnny Walker. Ein Film, der zeigt, was Werbung sein kann. Wundervoll auch der schottische Akzent von Schauspieler Robert Carlyle.

Doch leider bleibt Johnny Walker ein ziemlich charakterloser Blend-Scotch - zumindest der Red- und Black-Label. Green und Gold habe ich noch nicht probiert, verspreche mir aber auch nicht allzu viel von ihnen. Eine wirkliche Ausnahme mag der Blue-Label sein, kostet aber leider 120 euro die Flasche.

Dienstag, 30. März 2010

Keiner einzigen Bank ist zu trauen

Jeder vierte Bankberater hat Schlafprobleme. Fast jede vierte Banker-Führungskraft gibt an, Gesundheitsrisiken in Kauf zu nehmen, um die vorgegebenen Ziele zu erreichen. Ziele, die jeder zweite Banker für unrealistisch hält. Ziele, die oftmals Betrug am Kunden sind.

Die Süddeutsche Zeitung hat heute auf ihrer Seite 3 noch einmal dargestellt, wie es in der Bank-Branche zugeht. Leider (oder zum Glück) ist die Seite 3 nie online, sondern immer Print-Exklusiv.

Die SZ zitiert die weitergereichte Mail eines Chefs von einer Großbank:

"Schon wieder fangen einige von Ihnen an, den Geldmarktfond [7an: Fonds sollte es heißen] wie geschnitten Brot zu verkaufen.
1. Der bringt Ihnen nichts im Ertrag.
2. Der bringt nicht mehr die Rendite.
3. Dieser fond ist nicht im Gespräch vorgesehen.
4. Wir haben das trainiert!"

Ein weiteres Zitat dieses Bankers:

"Die Terminquote für die nächste Woche lässt noch nichts Gutes ahnen!!!! Denken sie daran, morgen ist Feiertag, dieser Tag fehlt Ihnen zum einen in der Produktion, zum anderen in der Termingenerierung für die nächste Woche. Entsprechend müssen sie heute vor, - bzw. Freitag die Quote für morgen nachholen!!!!! Sonst fahren sie nächste Woche ihre Filliale an die Wand."

Sonntag, 24. Mai 2009

Du bist Terrorist

Du bist Terrorist from lexela on Vimeo.

Via http://www.dubistterrorist.de

Donnerstag, 14. Mai 2009

Die Mainstream-Linken

Spiegel-Redakteur Jan Fleischhauer hat ein Buch über die Linken geschrieben (Unter Linken: Von einem, der aus Versehen konservativ wurde). Im Spiegel selbst gab es dazu einen Auszug. Fleischhauer entblößt darin, die Wohlgefälligkeit, die Rechthaberei und den Mainstream, die das Linkssein so massenkompatibel machen. Sehr zu empfehlen.

Die Linke hat gesiegt, auf ganzer Linie, sie ist zum juste milieu geworden. Wenn man nach einer Definition sucht, was links sein bedeutet, lässt sich auf ein beeindruckendes Theoriegebäude zurückgreifen. Links ist eine Weltanschauung, auch eine Welterklärung, wie alles mit allem zusammenhängt - aber zunächst ist es vor allem ein Gefühl. Wer links ist, lebt in dem schönen Bewusstsein, im Recht zu sein, ja, einfach immer recht zu haben. Linke müssen sich in Deutschland für ihre Ansichten nicht wirklich rechtfertigen. Sie haben ihre Meinung weitgehend durchgesetzt, nicht im Volk, das störrisch an seinen Vorurteilen festhängt, aber in den tonangebenden Kreisen, also da, wo sie sich vorzugsweise aufhalten.

Sonntag, 7. Dezember 2008

Zu gut für diesen Job

Ein hervorragender Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung von vorigem Wochenende: Überqualifikation: Zu gut für diesen Job

Montag, 10. März 2008

Feridun Zaimoglu-Videointerview

Ein Kumpel von mir hat für sein Diplom ein Video-Dossier über gelungene Integration erstellt. Ich möchte jetzt noch Mal besonders auf sein Interview mit dem Schriftsteller Feridun Zaimoglu hinweisen. Dieser spricht zum Beispiel darüber, warum der Begriff Integration in Deutschland per se negativ besetzt ist. Hochspannend. Schaut Mal rein!


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Danke
Vielen Dank für diese Sätze: "Es sollte eine...
Johanna (Gast) - 2013-12-05 10:34
Gut analysiert. Nur bei...
Gut analysiert. Nur bei der politischen Ausrichtung...
7an - 2013-10-10 15:08
Kein Interesse
Nur eine kurze Anmerkung. Journalisten denken von ihrem...
Otto Hildebrandt (Gast) - 2013-10-10 14:08

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