In München scheint wirklich immer die Sonne. Immer wenn ich hier übernachte, erwartet mich am nächsten Morgen ein wunderschöner Tag. Und auch sonst ist diese Stadt einfach sauangenehm. Zweifelsohne eine der chilligsten Städte, die ich kenne. Auch der Bruch zu Frankfurt (wo ich zum Glück nur arbeite, aber nicht wohne) wird mir da immer wieder deutlich. Die Banken-Skyline sieht zwar hübsch aus, wenn man mit dem Zug ins urbane Herz der Stadt rauscht, aber zu Fuß komme ich mir in der Taunusanlage immer vor, als würde ich durch Second Life laufen. Die Türme lassen wenig Raum für Gemütlichkeit. Gleichzeitig fehlt aber richtiges Skyscraper-Feeling, wie es einen in New York erwartet. Nein, Frankfurt ist eine ambivalente Stadt. Sie ist zerrissen zwischen Business, Pendlern, festgesessenen Altbürgern und einer viel zu rustikalen Gemütlichkeit. Frankfurt ist weder Fisch noch Fleisch.
Ich würde gerne mal wieder etwas schreiben. Eine kleine Story. Aber ich bin niemand, der sich so etwas aus den Fingern saugt. Ich habe keine Lust, Stories zu plotten, zu erfinden, zu konstruieren. Warum sollte ich mir irgend etwas Absurdes ausdenken? Nein, ich möchte etwas schreiben, dass mein Blut durchwandert hat, ich brauche die Essenz einer Erfahrung.
Zehn Jahre. Genauer 9 Jahre und 11 Monate bin ich Auto gefahren. Am 16. Oktober 1998 war ich zum ersten Mal alleine in meinem Auto, einem alten roten Opel Kadett, unterwegs. Ein guter Wagen. Bin viel mit ihm rumgekommen. Zum Beispiel war ich mit dem Opel zum ersten Mal in Darmstadt, um mich an der Uni einzuschreiben. 2004 ist er mir dann unter den Fingern zerfallen. Ein Händler hat ihn nur noch für lau genommen.
Aber ich hatte Glück. Ein entfernter Großonkel wurde zu alt fürs Fahren und hat mir seinen Audi 80 vermacht. Eine wirklich dicke Karre. Schön zum Cruisen. Zwei-Liter-Maschine, 120 PS. War mir ein treues Gefährt. Eben habe ich den Audi verkauft. Ein neuer Wagen wird nicht folgen. Zum ersten Mal seit zehn Jahren, zum ersten Mal seit ich meinen Führerschein habe, besitze ich kein Auto mehr. Und es ist gut so. Obendrein bin ich mobiler denn je.
Eigentlich habe ich das Auto nur noch benötigt, um, wenn das Wetter ungemütlich war, zum Training zu fahren und um Bierkisten zu transportieren. Aber dafür alleine rechnet sich ein Auto schwerlich. Vor allem, wenn teure Reparaturen anstehen.
Es ist ein wenig kurios. Die ganzen Jahre als Schüler und Student habe ich ein Auto besessen. Und eine eigene Wohnung. Und jetzt nach dem Studium habe ich darauf keine Lust mehr. Andere werden bürgerlicher und investieren in Materielles. Ich nehme davon Abschied.
Das Klavier ist weg. Vorhin haben sie es abgeholt. War 'n gutes Gefühl. Aber trotzdem kommt mir die Wohnung jetzt so leer vor. Sei's drum. Das Auto verschwindet auch die Tage. Kein Bock mehr auf Reperaturen, Steuer und den ganzen Mist. Weg mit den bürgerlichen Geldverschlingern. In der Tat habe ich auch, als das Klavier abgeholt wurde, ein gutes Lüftchen Freiheit geschmeckt. Es bahnen sich ganz neue Zeiten an und es ist, als erwache man aus einem langen Winterschlaf und erkenne erst wieder, was man eigentlich für ein Mensch war. Und dennoch. Wenn man dann wieder manchen Morgen in der Bahn sitzt, ist man froh, dass das Leben geregelt ist und man sich gemütlich in seinem Trott ausruhen kann (der aber eigentlich das genaue Gegenteil und vor allem nicht gemütlich ist). Wagt man es aber nur einmal, kurz diese Pfade zu verlassen, jagt das Leben mit schreiender Freude in einen hinein. Carpe Diem!
Über die Notwendigkeit neuer Herausforderungen
Ich stehe am Geländer und trinke mein Bier. Die Sonne geht unter. Es war ein schöner Tag. Die Sonne geht unter. Sie tut das immer. Immer, wenn ich wie jetzt auf dem Balkon stehe und mir denke, dass alles so schön ist. Nichts inspiriert mich. Schon lange nicht mehr. Es plätschert alles beschwingt vor sich hin und die Monate verstreichen.
Neuer persönlicher Beitrag.
Mit knapp zwei Stunden Verspätung ging es bei schönstem Frühlingswetter vom Flughafen Paderborn/Lippstadt los. Nach einem kurzen aber schönen Flug empfing mich “die Insel” mit geschlossener Wolkendecke, aber immerhin war es trocken.
Mit Quatar Airways ging unsere Reise mit einen Stop von 4 Stunden in Doha nach Kuala Lumpur (KL). Der Service an Bord war gut aber Doha Airport bietet nicht viel. In KL angekommen ging es mit dem Taxi zu unserer Unterkunft. Zuerst waren wir von den grünen Palmen links und rechts der Autobahn überrascht bis uns der Fahrer erklärte, dass das Oilpalmen seinen aus denen u.a. auch in Europa Biosprit hergestellt werden.
Ein Jahr lang haben wir geplant. Endlich war es soweit. Am 7. Dezember 2007 ging es dann los Richtung San Francisco, weiter mit dem Mietwagen nach Los Angeles. Von dort aus auf die Fiji-Inseln und nach 2 Tagen weiter nach Neusseland. Den Abschluss der Reise machte Hongkong.
Im September 1996 unternehme ich mit meinem Schwiegervater [...] eine Reise nach Lana bei Meran in Südtirol, Italien. Das Piemont-Gebiet, unser eigentliches Ziel, ist uns vom italienischen Tourismusverband für das Frühjahr ans Herz gelegt worden, da die Weinbauern im Herbst mehr Zeit mit der Ernte verbringen.
Eingebettet in schier endlos erscheinenden Regenwald sitzt du auf der Terrasse der Doli Lodge beim Sundowner und überlegst, an welche Stelle in der Liste der landschaftlichen Paradiese du diesen Ort einordnen sollt.
Nach einem langen Flug von Zürich über Atlanta landen wir abends in Cancun. In Atlanta musste ich mal wieder zum Second Screening der netten amerikanischen Einreisebehörde, zum Glück ging alles gut und ich durfte weiter nach Cancún fliegen :o)
Habe gerade die
GEO-Reisecommunity entdeckt. Wer sich fragt, warum es Reisejournalisten oder Reiseschriftsteller wirklich braucht, lese sich einfach die Auszüge aus den Berichten von Menschen, die nicht dieser Profession nachgehen, noch zwei oder dreimal durch.
Es ist bescheuert: Ich freue mich tagelang aufs Wochenende, und jetzt, wo es da ist, weiß ich nichts damit anzufangen. Müsste ich in einer Stunde arbeiten, gäbe es sicherlich unzählige wundervolle Dinge, die ich liebend gerne machen würde, aber so ... nichts.
Mir ist quasi nie langweilig. Es gibt unendlich viel zu entdecken. Sei es im Internet, in Büchern, in der Welt. Meine Mutter fand das damals, als ich noch ein kleines Kind war, sehr angenehm. Sie brauchte mir bloß ein paar Bauklötze zu geben und mich in eine Ecke zu setzen und ich war auf Stunden beschäftigt. Und später war ich sowieso den ganzen Tag draußen und habe Felder und Wälder unsicher gemacht.
Aber jetzt erscheint mir alles so verbraucht. In meinem normalen Habitus wohlgemerkt. Ich muss mich ja nur ausklinken, nur die schützende Kuppel verlassen, die sich im weitesten Sinn zu Hause nennt. Vielleicht sollte ich einfach mal wieder aufbrechen. Koblenz habe ich auf meiner Deutschlandreise nicht mehr geschafft. Oder wie wäre Frankreich? Schaffe ich es bis dahin? Und was würde mich dort erwarten? Luxemburg sieht auf der Karte auch gut aus. Es fängt schon an zu kribbeln. Hmm.
Der englische Begriff des Schriftstellers ist - meines Erachtens - viel näher an der Wahrheit und am Leben dran als der deutsche. Man ist Writer. Einfach jemand, der schreibt. Das ist alles. In Deutschland ist man gleich ein Schriftsteller. Das hört sich an, als würde oder müsste man dicke Bücher schreiben. Aber ist jemand, der dicke Bücher, ja vielleicht sogar Bestseller schreibt, mehr Schriftsteller oder mehr Writer als jemand, der nur Skizzenhaftes, kurze Eindrücke, Gedanken und Shortstories schreibt? Ist die Masse wichtig? Und wenn ja, wieviel?
Siegfried Lenz zum Beispiel sagt, es sei die Art der Wahrnehmung, die einen Schriftsteller ausmache. Vielleicht ist selbst der Begriff Writer noch zu stark und begrenzend.
Journalismus ist vor allem das, was man nicht tun muss. Gar nicht so selten gehört sogar das Schreiben dazu.
Die Sonne steht nur ein paar Grad tiefer und die Welt ist eine andere. Wie kann das sein?
Neuer persönlicher Beitrag.