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Dienstag, 9. September 2008

Die Zeit der Abschiede beginnt

Das Klavier ist weg. Vorhin haben sie es abgeholt. War 'n gutes Gefühl. Aber trotzdem kommt mir die Wohnung jetzt so leer vor. Sei's drum. Das Auto verschwindet auch die Tage. Kein Bock mehr auf Reperaturen, Steuer und den ganzen Mist. Weg mit den bürgerlichen Geldverschlingern. In der Tat habe ich auch, als das Klavier abgeholt wurde, ein gutes Lüftchen Freiheit geschmeckt. Es bahnen sich ganz neue Zeiten an und es ist, als erwache man aus einem langen Winterschlaf und erkenne erst wieder, was man eigentlich für ein Mensch war. Und dennoch. Wenn man dann wieder manchen Morgen in der Bahn sitzt, ist man froh, dass das Leben geregelt ist und man sich gemütlich in seinem Trott ausruhen kann (der aber eigentlich das genaue Gegenteil und vor allem nicht gemütlich ist). Wagt man es aber nur einmal, kurz diese Pfade zu verlassen, jagt das Leben mit schreiender Freude in einen hinein. Carpe Diem!

Sonntag, 24. August 2008

Es war gestern, es war heute, es war lange her

Über die Notwendigkeit neuer Herausforderungen

Ich stehe am Geländer und trinke mein Bier. Die Sonne geht unter. Es war ein schöner Tag. Die Sonne geht unter. Sie tut das immer. Immer, wenn ich wie jetzt auf dem Balkon stehe und mir denke, dass alles so schön ist. Nichts inspiriert mich. Schon lange nicht mehr. Es plätschert alles beschwingt vor sich hin und die Monate verstreichen.

Freitag, 1. August 2008

Update

Neuer persönlicher Beitrag.

Reiseschriftsteller

Mit knapp zwei Stunden Verspätung ging es bei schönstem Frühlingswetter vom Flughafen Paderborn/Lippstadt los. Nach einem kurzen aber schönen Flug empfing mich “die Insel” mit geschlossener Wolkendecke, aber immerhin war es trocken.

Mit Quatar Airways ging unsere Reise mit einen Stop von 4 Stunden in Doha nach Kuala Lumpur (KL). Der Service an Bord war gut aber Doha Airport bietet nicht viel. In KL angekommen ging es mit dem Taxi zu unserer Unterkunft. Zuerst waren wir von den grünen Palmen links und rechts der Autobahn überrascht bis uns der Fahrer erklärte, dass das Oilpalmen seinen aus denen u.a. auch in Europa Biosprit hergestellt werden.

Ein Jahr lang haben wir geplant. Endlich war es soweit. Am 7. Dezember 2007 ging es dann los Richtung San Francisco, weiter mit dem Mietwagen nach Los Angeles. Von dort aus auf die Fiji-Inseln und nach 2 Tagen weiter nach Neusseland. Den Abschluss der Reise machte Hongkong.

Im September 1996 unternehme ich mit meinem Schwiegervater [...] eine Reise nach Lana bei Meran in Südtirol, Italien. Das Piemont-Gebiet, unser eigentliches Ziel, ist uns vom italienischen Tourismusverband für das Frühjahr ans Herz gelegt worden, da die Weinbauern im Herbst mehr Zeit mit der Ernte verbringen.

Eingebettet in schier endlos erscheinenden Regenwald sitzt du auf der Terrasse der Doli Lodge beim Sundowner und überlegst, an welche Stelle in der Liste der landschaftlichen Paradiese du diesen Ort einordnen sollt.

Nach einem langen Flug von Zürich über Atlanta landen wir abends in Cancun. In Atlanta musste ich mal wieder zum Second Screening der netten amerikanischen Einreisebehörde, zum Glück ging alles gut und ich durfte weiter nach Cancún fliegen :o)

Habe gerade die GEO-Reisecommunity entdeckt. Wer sich fragt, warum es Reisejournalisten oder Reiseschriftsteller wirklich braucht, lese sich einfach die Auszüge aus den Berichten von Menschen, die nicht dieser Profession nachgehen, noch zwei oder dreimal durch.

Samstag, 26. Juli 2008

Die Leere füllen

Es ist bescheuert: Ich freue mich tagelang aufs Wochenende, und jetzt, wo es da ist, weiß ich nichts damit anzufangen. Müsste ich in einer Stunde arbeiten, gäbe es sicherlich unzählige wundervolle Dinge, die ich liebend gerne machen würde, aber so ... nichts.

Mir ist quasi nie langweilig. Es gibt unendlich viel zu entdecken. Sei es im Internet, in Büchern, in der Welt. Meine Mutter fand das damals, als ich noch ein kleines Kind war, sehr angenehm. Sie brauchte mir bloß ein paar Bauklötze zu geben und mich in eine Ecke zu setzen und ich war auf Stunden beschäftigt. Und später war ich sowieso den ganzen Tag draußen und habe Felder und Wälder unsicher gemacht.

Aber jetzt erscheint mir alles so verbraucht. In meinem normalen Habitus wohlgemerkt. Ich muss mich ja nur ausklinken, nur die schützende Kuppel verlassen, die sich im weitesten Sinn zu Hause nennt. Vielleicht sollte ich einfach mal wieder aufbrechen. Koblenz habe ich auf meiner Deutschlandreise nicht mehr geschafft. Oder wie wäre Frankreich? Schaffe ich es bis dahin? Und was würde mich dort erwarten? Luxemburg sieht auf der Karte auch gut aus. Es fängt schon an zu kribbeln. Hmm.

Mittwoch, 23. Juli 2008

Writer vs. Schriftsteller

Der englische Begriff des Schriftstellers ist - meines Erachtens - viel näher an der Wahrheit und am Leben dran als der deutsche. Man ist Writer. Einfach jemand, der schreibt. Das ist alles. In Deutschland ist man gleich ein Schriftsteller. Das hört sich an, als würde oder müsste man dicke Bücher schreiben. Aber ist jemand, der dicke Bücher, ja vielleicht sogar Bestseller schreibt, mehr Schriftsteller oder mehr Writer als jemand, der nur Skizzenhaftes, kurze Eindrücke, Gedanken und Shortstories schreibt? Ist die Masse wichtig? Und wenn ja, wieviel? Siegfried Lenz zum Beispiel sagt, es sei die Art der Wahrnehmung, die einen Schriftsteller ausmache. Vielleicht ist selbst der Begriff Writer noch zu stark und begrenzend.

Journalist sein

Journalismus ist vor allem das, was man nicht tun muss. Gar nicht so selten gehört sogar das Schreiben dazu.

Sonntag, 20. Juli 2008

Der Tag ohne Nachrichten


Via Sixtus

Sonntag, 13. Juli 2008

...

Die Sonne steht nur ein paar Grad tiefer und die Welt ist eine andere. Wie kann das sein?

Donnerstag, 10. Juli 2008

Update

Neuer persönlicher Beitrag.

Montag, 30. Juni 2008

Wachsende Ideen

Manche Ideen erblühen sofort und prachtvoll, aber vergehen genau so schnell wieder. Andere Ideen bleiben lange im Boden und schlagen Wurzeln, doch mit jedem Tag werden sie stärker und plötzlich steht da nicht nur ein Baum, es steht ein ganzer verdammter Wald da. Solche Ideen keimen nicht in jedem und nicht sofort, tun sie es aber, kann sie niemand mehr stoppen.

Sonntag, 29. Juni 2008

Wo ist der Bachmannpreis?

Gestern Abend wurde der Gewinner des Ingeborg-Bachmann-Preises bekannt, einer der renommiertesten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum - wenn nicht der renommierteste überhaupt. Gewonnen hat Tilman Rammstedt mit einem komischen Text über seinen toten, nervigen Großvater.

Erstaunt war ich zunächst einmal darüber, wie die Online-Presse das Thema verarbeitet hat: Spiegel Online: überhaupt nicht, Zeit Online sowieso nicht (man möchte hintergründiger sein, nicht schnell, passt leider so nicht zum Internet als solches), heute.de: auch Fehlanzeige, tagesschau.de: immerhin ein Einzeiler auf der Startseite, dahinter Meldung mit Bild, focus.de hält den Preis auch nicht für wichtig, FR-online.de: Agentur-Meldung als Kultur-Aufmacher (selber drum gekümmert bzw. mit Kollegin abgesprochen), sueddeutsche.de wiederum begnügt sich mit einem Einzeiler auf der Startseite, dahinter Meldung ohne Bild. Dann die große Überraschung: Welt Online hat einen ausführlichen Korrespondenten-Bericht als Kultur-Aufmacher. Respekt. Und zum Abschluss: Faz.net: Ebenfalls ein Korrespondenten-Bericht in passabler Länge (war sogar mittags einer der Aufmacher), und hierbei der Clou: der große Bericht steht morgen in der Zeitung. Finde ich irgendwie gut. Den Welt-Text habe ich mir ausgedruckt, weil er so lang war (hat sich gelohnt), eigentlich reicht aber auch ein knapper Text fürs Netz und ein Verweis auf die Zeitung am nächsten Tag. Das ist eine sinnvolles Zusammenspiel von Print und Internet.

Hinweisen möchte ich noch unbedingt auf die Website des Bachmann-Preises. Dort gibt es Videoportraits über alle Autoren, ihre Lesungen, die Texte und vieles mehr. Sehr interessant. Und die Texte wurden sogar in mehrere Sprachen übersetzt.


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Danke
Vielen Dank für diese Sätze: "Es sollte eine sehr gute...
Johanna (Gast) - 2013-12-05 10:34
Gut analysiert. Nur bei...
Gut analysiert. Nur bei der politischen Ausrichtung...
7an - 2013-10-10 15:08
Kein Interesse
Nur eine kurze Anmerkung. Journalisten denken von ihrem...
Otto Hildebrandt (Gast) - 2013-10-10 14:08

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