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Herzliche Verachtung

Wohl kein Zitat geht mir neben Keats' "I cry your mercy, pity, love" häufiger durch den Kopf als Schillers "Und herzliche Verachtung alles dessen, Was uns erhaben schien und wünschenswert". Ich habe es seinerzeit von Ben Becker aufgegriffen, der es mir bei einem gemütlichen Bier in einem Hinterzimmer nach einem Auftritt auf dem Kiez rezitierte:

Bald ists vorüber und der Erde geb ich,
Der ewgen Sonne die Atome wieder,
Die sich zu Schmerz und Lust in mir gefügt -
Und von dem mächtgen Talbot, der die Welt
Mit seinem Kriegsruhm füllte, bleibt nichts übrig,
Als eine Handvoll leichten Staubs. - So geht
Der Mensch zu Ende - und die einzige
Ausbeute, die wir aus dem Kampf des Lebens
Wegtragen, ist die Einsicht in das Nichts,
Und herzliche Verachtung alles dessen,
Was uns erhaben schien und wünschenswert.

Schiller - Die Jungfrau von Orleans

lautsprecher Und hier noch Ben himself

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"Wir sind alle von Anfang an verflucht, und auch Du musst erst furchtbar verletzt werden, bevor Du ernsthaft schreiben kannst." - Hemingway an Fitzgerald

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