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Mittwoch, 12. März 2008

Rückwärts schreiben

Ohne Witz: Eben gerade hat meine Tastatur Rückwärts geschrieben. Der Cursor stand still und hatt immer die neuen Buchstaben voran gestellt, so dass man den letzten Buchstaben eines Wortes zuerst eingeben musste. Bekloppt, oder?

In Gedenken an einen besonderen Tag

Geburtstage sind komische Tage. Besondere. Natürlich. Und immer denkt man, es wäre nicht so. Wie soll man sich auch fühlen? Und doch ist da diese innere Würde. Und auch die Freude, wenn andere an einen gedacht haben - und plötzlich - in einem Sekundenbruchteil - ändert sich alles, nur ein Rutschen des Zeigers, ein unmerkliches Flackern der Digitaluhr und der ganze Zauber ist vorbei. Und da merkt man erst, wie einmalig der Tag war. Es bleibt Bedauern. Wer hat das Recht, diesen Tag zu beenden außer man selbst? So still und würdevoll ist er verschwunden. Was bleibt, ist ein Rest des Glanzes. Sowie: das Versprechen einer neuen Zeit.

Dienstag, 11. März 2008

Die neue Zeit

Unter meinen Füßen wächst ein eigener Weg. Das unentdeckte Land wartet fernab aller Pfade.

Montag, 10. März 2008

Feridun Zaimoglu-Videointerview

Ein Kumpel von mir hat für sein Diplom ein Video-Dossier über gelungene Integration erstellt. Ich möchte jetzt noch Mal besonders auf sein Interview mit dem Schriftsteller Feridun Zaimoglu hinweisen. Dieser spricht zum Beispiel darüber, warum der Begriff Integration in Deutschland per se negativ besetzt ist. Hochspannend. Schaut Mal rein!

Sonntag, 9. März 2008

Die ersten Sätze

Stephen King sagt, man soll eine Geschichte erst schnell runterschreiben, danach ein paar Wochen liegen lassen, sie kämmen und frisieren (überarbeiten) und dann erst der Öffentlichkeit zeigen. Damit hat er auch Recht. Aber ich möchte euch trotzdem diese Zeilen hier zeigen:

Die Handschellen fühlten sich okay an. Die Leute waren es, die mich nervten. Wenn sie bloß aufhören würden, mich so anzugaffen. Ich wollte sie am liebsten anschreien oder ihre verdammten Visagen einschlagen. Aber mit dem Wunsch sollte ich vorsichtig sein – sonst würde er vielleicht noch einmal wahr werden. Ich habe mich eben zum ersten Mal in meinem Leben geprügelt und ich wusste nicht, wie es um den anderen Stand. Die Notärzte hatten den bewusstlosen Körper auf eine Trage gehievt und waren schnell verschwunden. Ich war fast froh, dass die Polizei hier war. War froh, dass sie mich vor den Menschen abschirmten und nun nach draußen zu ihrem Streifenwagen schoben. Ich wollte nur noch meine Ruhe haben.
Wer möchte wissen, wie es weitergeht?

Der Gewicht des Schreibens

Es kommt mir so vor, als möchte fast jeder Schriftsteller werden oder zumindest irgendwann einmal ein Buch veröffentlichen. Ich ja selbst auch. Fängt man jedoch an, sich ernsthaft mit der Materie und dem Handwerk zu beschäftigen, erkennt man erst, was für einen Berg man sich da auf den Rücken geladen hat und hat Mühe, überhaupt auf den Beinen zu bleiben - vom Gehen ganz zu schweigen.

Donnerstag, 6. März 2008

Talentarena

Die Talentarena präsentiert mich auf ihrer Homepage und in ihrem Blog. Vielen Dank.

Montag, 3. März 2008

Tote vs. News

Selbstmordanschläge, Ausschreitungen, Anschläge. Die Leute bringen sich schneller um, als dass ich die Meldungen verarbeiten kann.

Dienstag, 26. Februar 2008

Kommerz mit dem Nazi-Buch

Heute morgen sah ich in einer Buchhandlung am Frankfurter Hauptbahnhof einen unübersehbaren Turm aus Littell-Büchern.

Jonathan Littells Buch „Die Wohlgesinnten“ handelt von einem schwulen SS-Offizier und war in Frankreich ein großer Erfolg. Hierzulande druckte die FAZ Auszüge aus dem Buch.

„Die Zeit“ wirft dem Autor jedoch vor, er glorifiziere einen nationalsozialistischen Helden. Die Begründungen sind glaubhaft. Unter diesem Aspekt betrachtet, ist es interessant, wie anstandslos Buchhandlungen das Werk in großem Maßstab bewerben. Frei nach dem Motto: „Die Medien begleiten das Ding mit Pomp und Trara, es wird sicher auch in Deutschland ein Erfolg, also ab ins Schaufenster damit“.

Das beweist, wie unreflektiert manche Buchhandlungen ihre Ware anpreisen. Die didaktische Kompetenz, die eigentlich von solch Geschäften zu erwarten ist, hat sich somit in Kommerzhörigkeit aufgelöst.


Ein Auszug aus der Kritik von Zeit-Feuilletonistin Iris Radisch

Den Täter aber ins Zentrum zu rücken, intellektuell und mythologisch aufzurüschen und gleichzeitig für unschuldig – im antiken Sinn schuldunfähig – zu erklären, das ist Legendenbildung. Eine Überhöhung des Täters, wie sie eine am Stockholm-Syndrom leidende Geisel vornimmt. Beinahe eine Heldenerzählung. Aber wozu, bitte schön, brauchen wir einen nationalsozialistischen Helden? [...]

Bleibt die allerletzte Frage: Warum sollen wir dieses Buch eines schlecht schreibenden, von sexuellen Perversionen gebeutelten, einer elitären Rasseideologie und einem antiken Schicksalsglauben ergebenen gebildeten Idioten um Himmels willen dennoch lesen? Ich muss gestehen: Pardon, chers amis français, aber auf diese Frage habe ich keine Antwort gefunden.

Ein Auszug aus der Kritik von Zeit-Autor und Sozialpsychologe Harald Welzer

So bleibt als Erklärung für die Aufmerksamkeit, die das sterbenslangweilige Buch erfährt, einerseits der spektakuläre Erfolg, den es andernorts gehabt hat, und andererseits die immer wieder aufs Neue belegte Erkenntnis, dass sich das Nazizeug verkauft. [...]

Den Geschichtspädagogen sollte dieses Buch daher als Beispiel dafür dienen, dass die Monumentalisierung des Grauens auch dazu führen kann, dass am Ende nur die Faszination am monumentalen Grauen übrig bleibt.
Nachtrag: Es ist erstaunlich, wie leicht man die FAZ dazu bekommt, für etwas Stellung zu beziehen.

Samstag, 23. Februar 2008

Die Konservierung der Freiheit


Erstaunlich, was man aus einem schlecht aufgelösten Handy-Bild alles machen kann.

Freitag, 22. Februar 2008

Notizen um 11:11 Uhr

Es ist 11:11 Uhr am 22.02. Was mir das sagen soll, weiß ich auch nicht. Jennifer Lopez ist seit Mitternacht Mutter, die Türken marschieren in den Irak ein und in den Anden ist ein Flugzeug mit 46 Menschen abgestürzt. Außerdem muss der ehemalige VW-Betriebsrat Volkert in den Knast. Viel Arbeit heute. Käsekuchen war lecker. In Frankfurt ist es grau (Aussicht trotzdem wie immer gut) und in fünf Stunden Feierabend.

Mittwoch, 20. Februar 2008

Taekwondo-Vorführung

Neulich hatten wir vom Taekwondo eine kleine Vorführung auf der Hochschulsportschau der TU Darmstadt. Dort präsentieren sich zuemeist etliche Sparten vom Uni-Sport. Dieses Mal hat jemand unseren Auftritt gefilmt. Viel Spaß. Ich bin übrigens der mit den längsten Haaren.

Teil 1


Teil 2


PS: Eine DVD zu rippen bei YouTube hochzuladen sollte nicht schwer sein. Vorausgesetzt man weiß, dass man bei dem Portal als normaler User keine Filme über 100 MB oder zehn Minuten Länge reinstellen kann. Mein Clip hatte 110 MB und war elf Minuten lang (deshalb zwei Clips, ich wollte nichts rausschneiden). Zehn beschissene Videoconverter-Versionen und fünf Stunden später habe ich es dann wirklich geschafft. Da hätte ich die Aufnahme leichter selber als Flash-Video hosten können. Aber gut. Ich wollte eben Mal was bei YouTube hochladen.


Neuester Kommentar

Danke
Vielen Dank für diese Sätze: "Es sollte eine sehr gute...
Johanna (Gast) - 2013-12-05 10:34
Gut analysiert. Nur bei...
Gut analysiert. Nur bei der politischen Ausrichtung...
7an - 2013-10-10 15:08
Kein Interesse
Nur eine kurze Anmerkung. Journalisten denken von ihrem...
Otto Hildebrandt (Gast) - 2013-10-10 14:08

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