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das schreiben

Montag, 22. Juni 2009

Die Qual hinter dem Werk

Alle Leser bewunders die Texte guter Schriftsteller und Journalisten. Was sie aber in der Regel nicht sehen, ist die Qual, die hinter der Arbeit steht. Und müssten die dem Schreiprozess beiwohnen, würden sie sicher auf so manches Werk verzichten.

Sonntag, 2. November 2008

Abenteurer der Literatur

Vor hundert Jahren oder so konnte man einfach zum nächsten großen Seehafen gehen und anheuern. Melville und Conrad haben gewissermaßen so den Grundstein für ihre Karriere gelegt. Erst die Erfahrung, dann das Schreiben. Heute kann man für 10 Euro durch Europa jetten. Ferne exotische Länder reizen nicht mehr als die Sehenswürdigkeit vor der Haustür. Überall warten schon junge Backpacker und Backpackerinnen. Die Welt ist entzaubert. Es reicht nur noch für wahnsinnig schöne Landschaftserlebnisse, die man mit seiner Digicam knipst und ins Internet stellt. Die Welt der Abenteurer-Literaten ist vorbei. Aber über was soll man schreiben, wenn man eine reale Anregung braucht, aber das eigene Leben nichts hergibt und in der Welt nichts mehr zu entdecken ist. Oder gibt es noch etwas, über das noch nicht gebloggt wurde?

Freitag, 17. Oktober 2008

Zweifel

Manche sagen, ich hätte Talent. Doch warum sind dann dort nur Zweifel? Sehr viel unbestimmte Gewissheit. Und viele eindeutige Zweifel. Und was ist mit dem verdammten Thema? Vielleicht muss ich wirklich erst, zu Fuß die Welt umreisen. Aber würde dann nicht doch bloß ein malerischer langer Blogeintrag bei rauskommen? Wo ist der Stoff, der durchs Blut sickert und in den Eingeweiden kratzt?

Sonntag, 28. September 2008

Fundament des Dichtens


Verse sind nicht, wie die Leute meinen, Gefühle, es sind Erfahrungen.

Rainer Maria Rilke

Mit Dank an Barbara

Ergänzung: Eigentlich sind es nicht nur Erfahrungen. Es sind die Gefühle der Erfahrungen.

Dienstag, 16. September 2008

Feder & Blut

Ich würde gerne mal wieder etwas schreiben. Eine kleine Story. Aber ich bin niemand, der sich so etwas aus den Fingern saugt. Ich habe keine Lust, Stories zu plotten, zu erfinden, zu konstruieren. Warum sollte ich mir irgend etwas Absurdes ausdenken? Nein, ich möchte etwas schreiben, dass mein Blut durchwandert hat, ich brauche die Essenz einer Erfahrung.

Freitag, 1. August 2008

Reiseschriftsteller

Mit knapp zwei Stunden Verspätung ging es bei schönstem Frühlingswetter vom Flughafen Paderborn/Lippstadt los. Nach einem kurzen aber schönen Flug empfing mich “die Insel” mit geschlossener Wolkendecke, aber immerhin war es trocken.

Mit Quatar Airways ging unsere Reise mit einen Stop von 4 Stunden in Doha nach Kuala Lumpur (KL). Der Service an Bord war gut aber Doha Airport bietet nicht viel. In KL angekommen ging es mit dem Taxi zu unserer Unterkunft. Zuerst waren wir von den grünen Palmen links und rechts der Autobahn überrascht bis uns der Fahrer erklärte, dass das Oilpalmen seinen aus denen u.a. auch in Europa Biosprit hergestellt werden.

Ein Jahr lang haben wir geplant. Endlich war es soweit. Am 7. Dezember 2007 ging es dann los Richtung San Francisco, weiter mit dem Mietwagen nach Los Angeles. Von dort aus auf die Fiji-Inseln und nach 2 Tagen weiter nach Neusseland. Den Abschluss der Reise machte Hongkong.

Im September 1996 unternehme ich mit meinem Schwiegervater [...] eine Reise nach Lana bei Meran in Südtirol, Italien. Das Piemont-Gebiet, unser eigentliches Ziel, ist uns vom italienischen Tourismusverband für das Frühjahr ans Herz gelegt worden, da die Weinbauern im Herbst mehr Zeit mit der Ernte verbringen.

Eingebettet in schier endlos erscheinenden Regenwald sitzt du auf der Terrasse der Doli Lodge beim Sundowner und überlegst, an welche Stelle in der Liste der landschaftlichen Paradiese du diesen Ort einordnen sollt.

Nach einem langen Flug von Zürich über Atlanta landen wir abends in Cancun. In Atlanta musste ich mal wieder zum Second Screening der netten amerikanischen Einreisebehörde, zum Glück ging alles gut und ich durfte weiter nach Cancún fliegen :o)

Habe gerade die GEO-Reisecommunity entdeckt. Wer sich fragt, warum es Reisejournalisten oder Reiseschriftsteller wirklich braucht, lese sich einfach die Auszüge aus den Berichten von Menschen, die nicht dieser Profession nachgehen, noch zwei oder dreimal durch.

Mittwoch, 23. Juli 2008

Writer vs. Schriftsteller

Der englische Begriff des Schriftstellers ist - meines Erachtens - viel näher an der Wahrheit und am Leben dran als der deutsche. Man ist Writer. Einfach jemand, der schreibt. Das ist alles. In Deutschland ist man gleich ein Schriftsteller. Das hört sich an, als würde oder müsste man dicke Bücher schreiben. Aber ist jemand, der dicke Bücher, ja vielleicht sogar Bestseller schreibt, mehr Schriftsteller oder mehr Writer als jemand, der nur Skizzenhaftes, kurze Eindrücke, Gedanken und Shortstories schreibt? Ist die Masse wichtig? Und wenn ja, wieviel? Siegfried Lenz zum Beispiel sagt, es sei die Art der Wahrnehmung, die einen Schriftsteller ausmache. Vielleicht ist selbst der Begriff Writer noch zu stark und begrenzend.

Sonntag, 22. Juni 2008

Soundslide: Der Versuch des Schreibens

Wenn man schreiben will, aber nicht kann, kann man zum Beispiel die Zeit nutzen, um anderen zu zeigen, wie das aussieht. Bitte sehr! (Auf das Bild klicken, um zur Soundslide zu gelangen!)


Sonntag, 15. Juni 2008

Der Milchkuss – eine Sommergeschichte

Maja trug immer etwas sehr Kurzes, wenn sie daheim war, oder eben bei ihm, es war ja nur ein Haus weiter. Meistens eine knappe Shorts oder gleich ein Bikinihöschen - dazu ein Hemdchen. Sie konnte das noch tragen, man würde glauben, sie trüge es noch aus Gewohnheit, eine Zeitlang würde es noch gut gehen, dann wäre ihre Weiblichkeit endgültig unübersehbar. Jetzt jedoch war sie irgendetwas dazwischen.

Dienstag, 27. Mai 2008

Schwarze Wasser

Und dann standest du da, nackt neben mir. Unglaublich nackt. Viel nackter, als eine Frau eigentlich sein kann, und wir sprangen beide kopfüber ins schwarze Wasser.

- Auszug einer Fragment-Story, die ich zu schreiben gedenke


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Otto Hildebrandt (Gast) - 2013-10-10 14:08

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