[>>]
blogheaderr

Die Mainstream-Linken

Spiegel-Redakteur Jan Fleischhauer hat ein Buch über die Linken geschrieben (Unter Linken: Von einem, der aus Versehen konservativ wurde). Im Spiegel selbst gab es dazu einen Auszug. Fleischhauer entblößt darin, die Wohlgefälligkeit, die Rechthaberei und den Mainstream, die das Linkssein so massenkompatibel machen. Sehr zu empfehlen.

Die Linke hat gesiegt, auf ganzer Linie, sie ist zum juste milieu geworden. Wenn man nach einer Definition sucht, was links sein bedeutet, lässt sich auf ein beeindruckendes Theoriegebäude zurückgreifen. Links ist eine Weltanschauung, auch eine Welterklärung, wie alles mit allem zusammenhängt - aber zunächst ist es vor allem ein Gefühl. Wer links ist, lebt in dem schönen Bewusstsein, im Recht zu sein, ja, einfach immer recht zu haben. Linke müssen sich in Deutschland für ihre Ansichten nicht wirklich rechtfertigen. Sie haben ihre Meinung weitgehend durchgesetzt, nicht im Volk, das störrisch an seinen Vorurteilen festhängt, aber in den tonangebenden Kreisen, also da, wo sie sich vorzugsweise aufhalten.
Titania Carthaga - 2009-05-25 23:08

Ich glaube, Herr Fleischhauer verwechselt in seinem Buch politischen Konservatismus mit markenverbrämter Lebenswelt-Affinität. Der Linke kauft öko und schaut arte, der Konservative trinkt Coca Cola und schaltet auch mal Pro7 ein.
Nach Wurzeln bei Friedrich von Gentz, Friedrich Julius Stahl und Co. sucht man hier jedenfalls vergebens. Ein Buch über Konservatismus läse sich anders.

Trackback URL:
http://jan.twoday.net/stories/5700300/modTrackback




Neuester Kommentar

Als Teil der italienischen...
Als Teil der italienischen akademischen Jugend empfinde...
Barbarina - 2009-12-15 19:44
danke
danke
7an - 2009-12-11 15:03
*hust* http://watch-series .com/serie/sons_of_anarchy würd...
*hust* http://watch-series .com/serie/sons_of_anarchy würd...
ratatosk - 2009-12-11 14:59

Suche

 


Geschossen

www.flickr.com