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medienkritik

Dienstag, 1. Dezember 2009

Spiegel Online und der Megan Fox-Wahn

"Google Zeitgeist: Megan Fox, die Meistgesuchte", titelt Spiegel Online. Im Teaser heißt es dann weiter:

Alle Achtung, Frau Fox: Die US-Schauspielerin und rassige Brünette aus Tennessee ist im deutschen Internet die gefragteste Prominente überhaupt. Ihr Name wurde im Jahr 2009 so oft gegoogelt, dass sie sogar Britney Spears auf den zweiten Rang verwies.
Schon neulich gab es eine große Fox-Lobpreisung auf Spiegel Online: "Unschuldsbiest Megan Fox: Das Roter-Teppich-Luder".

Jungs, Fox ist einfach nur eine normale, hübsche, dumme Schauspielerin. Was soll der Wirbel? Möchte Spiegel Online mit Foren für pubertätsgeile Teenager konkurrieren? Und wie kann so ein banales dpa-Stück wie heute überhaupt Aufmacher im Panorama werden?

Unterschichten-Fernsehen

Das Unterschichten-Fernsehen zerlöchtert den Anspruch der Medien wie Holzwürmer einen Dachstuhl. Irgendwann kracht er runter und begräbt die Menschen unter sich.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Lenz: Wer leise redet, wird gehört

Wenn Siegried Lenz auf sich aufmerksam macht, dann tut er das mit einem Buch. Das ist für Schriftsteller ja nicht mehr selbstverständlich. Doch ein Mann, der diesem Land mehr als eine Deutschstunde gegeben hat, braucht den Lärm der Literaturbetriebe nicht. Auch dafür wird er geliebt.
Tolle Seite-3-Reportage in der SZ am Samstag.

Thalia versklavt die Buchverlage

Thalia versklavt die Buchverlage. Oder wie die SZ schreibt: "Welche Literatur in den Ladenregalen steht und beworben wird, das liegt immer seltener in der Hand der Verlage. Die Buchwelt klagt zwar stets über das Internet. Doch inzwischen ist klar, dass es zur Zerstörung einer ganzen Branche keiner neuen Medien bedarf: Große Ketten wie Thalia besorgen das auf ihre Weise."

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Hoffnungsträger des Journalismus?

Das Medium Magazin kürt jedes Jahr 30 Nachwuchs-Talente. Oder wie die Redaktion schreibt: "Neue Hoffnungsträger für den Journalismus". Aber braucht der Journalismus überhaupt neue Hoffnungsträger? Es klingt ein bisschen wie: Die aktuellen Journalisten bringen's nicht mehr. Es erinnert an Hoffnugsträger im Fußball, an den Aufstieg und Absturz von Sebastian Deisler (PS: grandioses Interview dazu in der Zeit). Die Medien erschaffen solche Stars erst. Das Talent und Können bringen sie natürlich mit, aber zum Ruhm helfen die Medien. Aber müssen nun wirklich die Medien auch noch Medienschaffende hypen? Es reicht doch, wenn sich einige Medienschaffende selbst hypen.

Freitag, 25. September 2009

Wie gerecht ist Deutschland?

Niedriglohn, Gesundheitssystem, Entlassungen und Generationen-Gerechtigkeit: Wie gerecht ist Deutschland? Von der Zugspitze bis nach Sylt sind die ZDF-Reporter unterwegs.

Die beste und bewegendste TV-Reportage, die ich bisher gesehen habe. [Ansehen ...]

Famoses Boris Becker-Portrait

Jochen Martin-Gutsch hat für den "Spiegel" ein fantastisches Portrait über Boris Becker geschrieben. Ein journalistisches Glanzstück durch und durch.

Junger, alter Mann
Fragt man Becker heute nach seinem Beruf, dann sagt er Geschäftsmann. Vor allem aber ist er ein 41 Jahre altes Denkmal. Er lebt vom Ruhm und Geld vergangener Tage, und manchmal spürt man, dass ihm das bewusst ist. Dann kriecht die Furcht hervor, dass der Höhepunkt bereits vorbei sein könnte. Ein junger, alter Mann. Ein Frührentner. Ein Luxus-Arbeitsloser. [online lesen ...]

Dienstag, 8. September 2009

Überraschende Themenwahl der SZ

Mitten in der Debatte um den von der Bundeswehr befohlenen Luftangriff in Afghanistan, bei dem Dutzende Taliban und wohl auch viele Zivilisten starben, hat die Süddeutsche Zeitung am Montag mit einer ungewöhnlichen Reportage überrascht.

Am ehesten war mit einer Reportage vom Ort des Geschehens zu rechnen. Aber es geht ja immer noch Afghanistan und da fährt man als Reporter nicht mal spontan am Wochenende hin.

Zu erwarten war also ein Stück über die Akteure der politischen Debatte. Doch statt dem Medienreflex zu folgen hat die Seite-3-Redaktion unter Alexander Gorkow (vorher Chef von SZ-Wochenende) überlegt, worum es wirklich geht: um die deutschen Soldaten. Und wer kann besser über ihre Erfahrungswelt berichten als die Kriegsheimkehrer?

Inmitten des Trubels, Verurteilen des Luftangriffes und Forderungen eines baldigen oder gar sofortigen Rückzugs der Bundeswehr aus Afghanistan ließ die SZ die Soldaten zu Wort kommen, die bereits einen Einsatz hinter sich haben.

Sie sagten, sie wünschten sich mehr Anerkennung für ihre dortige Arbeit. Oder: "Wir sind durchweg auf Leute gestoßen, die gesagt haben: 'Wir sind froh, dass ihr da seid'". Die Soldaten erzählten vom täglichen Kampf der Menschen um ihr Brot und von Müttern, die mit kranken Kindern in der Kälte auf Medikamente warteten.

Doch die Aufbauhilfe, so die SZ, trete in der öffentlichen Wahrnehmung immer mehr in den Hintergrund. Die meisten Deutschen seien für den Abzug. Ein General a. D. sagte in der Reportage: "Der Großteil der Bevölkerung ist nicht daran interessiert, was in Afghanistan läuft."


PS: Die Reportage ist leider nicht online, weil die SZ die Seite 3 generell nicht online stellt. So sehr man das Bedauern kann, so sehr ist es auch ein Grund das Blatt ab und an zu kaufen.

Donnerstag, 20. August 2009

RWE als grüner Riese?



RWE hat sich einen Image-Film basteln lassen, der das Energieunternehmen als Grünen Riesen darstellt. Im Netz ist dieser Clip nun mit Untertiteln aufgetaucht, der zeigt, wie grün RWE wirklich ist. Ob alle Zahlen stimmen, kann ich aber nicht sagen.

via travel-passion via netzpolitik

Sonntag, 19. Juli 2009

Deutschlandfunk: Brav und müde

Interview der Woche im Deutschlandfunk (Skript). Zur Antwort steht FDP-Chef Westerwelle. Der Interviewer springt von einem Thema zum nächsten, lässt Westerwelle schön ausreden und alles gemütlich erklären. Der Interviewer hakt nicht nach, bohrt nicht, konfrontiert nicht, spult nur seinen Fragenkatalog ab. Es gibt keine Debatte, kein Streitgespräch, keine Spannung.



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dass das tv-programm...
dass das tv-programm die gez-gebühren nicht wert...
7an - 2009-12-07 14:30
naja im unterschied zur...
naja im unterschied zur zeitung habe ich nicht schon...
kraM - 2009-12-06 22:29
genau, serien und filme...
genau, serien und filme kann man gut online schauen....
7an - 2009-12-02 17:14

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