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Persoenlich

Samstag, 28. Juni 2008

Narben

Und wieder hat es Hemingway genau erkannt. Es passt so gut: "Und auch Du musst erst furchtbar verletzt werden, bevor Du ernsthaft schreiben kannst." Das ist es. Man muss erst furchtbar verletzt werden, man muss oft verletzt werden, wenn man etwas erreichen möchte, wenn man nicht bereit ist aufzugeben.

Und doch gibt man ständig auf, wird jedes Mal erneut in Trümmer geschlagen, kann nicht mehr aufstehen, nein, der Boden muss nachgeben, oder die Masse oder etwas anderes muss einen hochreißen. Einfach so aufstehen, das geht nicht. Genau so wenig, wie man vergessen kann. Jede Wunde hinterlässt eine Narbe. Es gilt die feine Grenze zu finden. Wieviele Narben brauche ich? Und wie viele kann ich ertragen, bevor es aus ist?

Sonntag, 30. März 2008

Heute mal Spießer

Jetzt sitzen diese beiden Kinder direkt vor meinem Balkon im Auto. Man darf da überhaupt nicht stehen. Das ist nur ein größerer Fußweg. Ein Wendekreis zum Ausladen von Einkäufen. Aber das ist nicht der Punkt. Da ist dieses Pärchen. Ich höre nur das Mädchengegacker, das durch das offene Schiebdach dringt.

Er bringt sie nach Hause in seinem dicken BMW. Und dann steht er eine Stunde vor meinem Balkon, so dass ich mich nicht draußen hinsetzen kann, weil es mich nervt, wenn mich Leute anschauen können, während ich da sitze. Ich kann mich nicht einmal drinnen konzentrieren.

Der Bereich vor meinem Balkon ist quasi mein erweiterter persönlicher Raum. Alles, was dort passiert, bekomme ich mit - selbst wenn Tür und Fenster geschlossen sind, hört man alles, weil das Glas so dünn ist. Wenn sich Omas sonntagmorgens ne halbe Stunde unterhalten, wache ich auf. Es reicht aber auch, wie jetzt eben, wenn einfach nur jemand in seinem Auto sitzt.

Und weil das nicht reicht, hat eben mein Drucker gezickt. Er zickt immer noch. Sagt nach drei Seiten: "Papierstau", obwohl da überhaupt kein Stau ist. Danach zieht er 500 Blätter durch. Entweder nur so oder er druckt ne kryprische Zeile auf jeden Bogen. Eben war ich kurz davor, das Scheißding vom Balkon auf die Scheiß-Straße zu schmeißen - beziehungsweise in den Scheiß-BMW. Zwei Probleme weniger. Zumindest für einen winzig kleinen Augenblick.

Update: Und so hätte es in der Zeitung gestanden: siehe Kommentare.

Mittwoch, 12. März 2008

In Gedenken an einen besonderen Tag

Geburtstage sind komische Tage. Besondere. Natürlich. Und immer denkt man, es wäre nicht so. Wie soll man sich auch fühlen? Und doch ist da diese innere Würde. Und auch die Freude, wenn andere an einen gedacht haben - und plötzlich - in einem Sekundenbruchteil - ändert sich alles, nur ein Rutschen des Zeigers, ein unmerkliches Flackern der Digitaluhr und der ganze Zauber ist vorbei. Und da merkt man erst, wie einmalig der Tag war. Es bleibt Bedauern. Wer hat das Recht, diesen Tag zu beenden außer man selbst? So still und würdevoll ist er verschwunden. Was bleibt, ist ein Rest des Glanzes. Sowie: das Versprechen einer neuen Zeit.

Dienstag, 11. März 2008

Die neue Zeit

Unter meinen Füßen wächst ein eigener Weg. Das unentdeckte Land wartet fernab aller Pfade.

Mittwoch, 27. Februar 2008

Opus Magnum

Gestern Abend nach dem Klavierunterricht kam mir wieder dieses Stück von Chopin in den Sinn, das im Film "Der Pianist" zu sehen ist. Es ist so abartig großartig.


Ballade No. 1 in G Minor, Op. 23 von Frédéric Chopin.

Wie soll ich es schaffen, so etwas jemals spielen zu können? Tiny Steps. Das ist das einzige, was mir dazu einfällt. Tiny Steps. Oh Mann, das Üben am Klavier hat es wirklich in sich. Es gibt nichts, was mich derart fordert. Nicht das Taekwondo und das Schreiben sowieso nicht. Das fließt einfach. Aber beim Üben am Klaiver (beim Üben! nicht beim Spielen) fühle ich mich immer, als würden meine grauen Zellen an eine LKW-Batterie angeschlossen (zum Überbrücken, und zwar nicht mich, das wäre schön, nein die LKW-Batterie).

Eine Klemme links an den Kopf und eine rechts an den Kopf. Start! - und wutsch! alles leergesaugt. Der ganze Saft aus meinem Kopf weg.

Ich kenne nichts, was mich auch nur im Ansatz geistig so fordert. Aber es gefällt mir. Auch wenn es eine wirklich eine üble mühsame Schinderei ist. Aber ich gebe sicherlich nicht auf. Als könnte mich ein Klavier bezwingen, tz. Augenhöhe, Freundchen. Augenhöhe.

Samstag, 23. Februar 2008

I am the Highway

Ein großer Song. Hört ihn euch an!

In voller Länge bei
last.fm zu hören


Pearls and swine bereft of me
Long and weary my road has been
I was lost in the cities
Alone in the hills
No Sorrow or pity for leaving i feel

I am not your rolling wheels
I am the highway
I am not your carpet ride
I am the sky

Friends and liars don't wait for me
I'll get on all by myself
I put millions of miles
Under my heels
And still too close to you
I feel

I am not your rolling wheels
I am the highway
I am not your carpet ride
I am the sky
I am not your blowing wind
I am the lightning
I am not your autumn moon
I am the night.

Chris Cornell, Audioslave


PS: Normal ist es auch nicht, dass ich ein paar Stunden nachdem ich die Lyrics poste, auf Platz fünf der deutschen Google-Charts stehe, wenn man als Suchbegiff des Songtitel eingibt, oder?

Sonntag, 27. Januar 2008

...


Foto: zoedrink

Sonntag, 9. Dezember 2007

Your own way


Two roads diverged in a wood and I, I took the one less travelled by - and that has made all the difference. - Robert Frost

Samstag, 8. Dezember 2007

Bad Taste

So. Eigentlich wollte ich jetzt zur einer Party aufbrechen. Es ist aber eine "Bad-Taste-Party". Heißt: Man soll sich schlecht kleiden. Ich habe aber keine Klamotten, die mir nicht gefallen. Ich könnte bestenfalls etwas kombinieren, was nicht zusammenpasst. Jogginghose und weißes Hemd oder so. Aber das sieht doch scheiße aus. Wer will denn so etwas tragen? Ich nicht. Ich fürchte, ich bin wirklich empfindlich, was geschmacklose Klamotten anbelangt. Verdammt, ich kaufe seit Jahren immer wieder ein und das selbe Hosenmodell, weil ich noch keine andere vom Schnitt her gefunden habe, in der ich mich wohl fühle.

Alternativ hätte ich vorher in einen Second-Hand-Laden gehen können, um mir was Schräges zu kaufen. 'N Hawaiihemd oder so. Aber dafür war mir heute meine Zeit zu schade. Warum macht niemand mal ne excellent-taste-party? Das wär einfacher.

Immer diese scheiß Mottopartys. Wenn es zuminest ein cooles Thema wäre. Beim nächsten mal wird's sicher eine Keine-Getränke-Party. Haha. Macht bestimmt auch viel Spaß.

Montag, 3. Dezember 2007

Klimt

Seit gestern hängt in meiner Wohnung "The Kiss" von Gustav Klimt. Und ich frage mich, warum ich vorher nicht bemerkt habe, dass genau dieses Bild gefehlt hat.


Post Scriptum: Der Film "Klimt", in welchem John Malkovich den Maler spielt, ist ebenfalls sehr zu empfehlen.



"Wir sind alle von Anfang an verflucht, und auch Du musst erst furchtbar verletzt werden, bevor Du ernsthaft schreiben kannst." - Hemingway an Fitzgerald

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