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Journalismus-Studium

Samstag, 27. Oktober 2007

Über die Ausbildung von Journalisten

Die traditionelle, aber überholte, Meinung zur Ausbildung von Journalisten ist, dass sich diese Kompetenz in einem thematischen Fachgebiet aneignen müssten, um sich als Experte in einem Ressort etablieren zu können. Das Journalistische an sich könne nebenbei erlernt werden, was nicht vollends falsch, aber auch alles andere als richtig ist. Zum Journalismus gehört schließlich mehr als die Fähigkeit sich kompetent ausdrücken zu können. Im Detail: Recherchestrategien, Interviewführung, Umgang mit Informanten, Umgang mit Vertretern der Öffentlichkeitsarbeit, Medienrecht, Medienökonomie, Medientheorie, der Umgang mit allen journalistischen Formen (Video, Fernsehen, Ton, Radio, Internet, Text) in Theorie und Praxis, praktische Projektarbeit, um das Erlernte setzen zu können und einiges mehr.

Nebenbei erlernt mal dieses nicht. Und man kann auch nicht erwarten, all dieses beim journalistischen Berufseinstieg - klassischerweise im Volontariat - zu lernen. Vor allem, weil man dort, ähnlich wie ein Azubi in der Ausbildung, in die täglichen Arbeitsprozesse eingebunden ist und sich die Redaktion vom Volontär einen Mehrwert verspricht. Dieser soll also produzieren und nicht primär lernen.

Im angelsächsischen Raum hat man dieses besser verstanden. Dort ist es üblich Journalismus an einer Universität zu studieren und nicht als Quereinsteiger in den Beruf zu kommen. Man könnte auch sagen die Journalismusausbildung im angelsächschischen Raum ist professionalisierter als in Deutschland.

Trotz allem ist es gut und wichtig, als Journalist in einem Themengebiet Expertise zu erwerben. Ansonsten bleibt man nur ein einfacher Produzent und Gewichter von journalistischen Inhalten. Das Aneignen von thematischer Fachkompetenz ist also der zweite Schritt der journalistischen Ausbildung, der auf dem ersten, dem Erlernen des Handwerks, aufbaut aber nicht zwingend aufbauen muss.

Donnerstag, 12. Juli 2007

Diplomverleihung

Ich hab echt morgen, also nachher, Diplomverleihung. Wie krass bitte ist das?

Montag, 9. Juli 2007

Finis

Nacht. Vorbereitungen für die letzte Prüfung im Studium. Morgen. Ich fühle mich merkwürdig. Ein Hauch von Krankheit. Dazu seit Tagen eine Ahnung von Schmerz im Rücken. Vielleich beim Taekwondo einen Wirbel verrenkt. Gut, dass die Orthopäden mich alle abwimmeln, weil sie Sommerpause haben oder bestenfalls Privatpatienten behandeln. Mir egal. Der Tee zieht im Becher, ich höre Liszt und lerne.

Freitag, 22. Juni 2007

Mündliche Prüfung

Bücher für die mündliche Abschlussprüfung im Studiengang Online-Journalismus

Heißa, es kann wieder gelerrnt werden. Habe mir heute erstmal fünf vor zwölf fünf Minuten vor Schließung der Bibliothek Bücher geholt. Und zwar alle, die ich vielleicht irgendwie gebrauchen könnte. Habe mir ja meine zwei Themen, die ich Dienstag beim Kolloquium für die mündliche Abschluss-Prüfung einreichen muss, noch nicht genau überlegt. Wahrscheinlich nehme ich jeweils einen Aspekt von (investigativer) Recherche und einen von der Auslandsreportage. Ich freue mich wirklich gerade, dass ich einen Grund habe, solch spannende Themen zu lernen.

Das Buch Reise-Journalismus finde ich momentan am Interessantesten. Wobei ich hier mal nachdrücklich betonen möchte, dass dieses Metier kein Pussy-Journalismus ist, bei man mal ein bisschen in den Süden fliegt und ein paar Hotels testet.

GEO-Chefredakteur Peter-Matthias Gaede erklärt in einem Interview in besagtem Buch zur Thematik:

Die Specials [von GEO, 7an] haben den Anspruch, als Reisemagazine mit einem journalistischen Impetus an ein Land, eine Region, eine Stadt heranzugehen. Auf den vorderen zwei Dritteln Geschichten für Menschen zu präsentieren, die sich gerne einen Reim auf Zusammenhänge machen möchten. Die also nicht einen Swimmingpool buchen, sondern das Land dahinter. Die wissen wollen, wie es am Ende des Strandes weitergeht. Die sich mit einem kosmopolitischen Hirn in eine fremde Kultur begeben und dann nicht nur die Sonne auf ihren Bauch scheinen lassen wollen. Das macht sicherlich kein anderes Reisemagazin, in einem Special über Russland eine Reportage über [ein] Gulag zu bringen, in einem Special über Südafrika eine Reportage aus den Vortort-Zügen von Seweto, in einem New-York-Heft eine Reportage aus einer Crack-Höhle.
Gaede sagt zwar, dass das "keine Reisereportagen im klassischen Sinne - zum 'Nachreisen' - [sind], aber Informationen für Menschen, die unter Reisen etwas mehr verstehen als auf dem Schoß des Reiseleiters zu sitzen". Und weiter erkärt er:

Es gibt wortgewaltige Menschen zuhauf, es gibt eloquente Menschen zuhaus, es gibt Essayisten und Kommentarschreiber zuhauf. Es gibt abr wenige Journalisten, die sich sozialen Erfahrungen wirklich aussetzen, die Reportagen wirklich als maximale Distanz zum Hotelbar-Journalismus und als maximale Distanz zum Telefon-Journalismus verstehen. Bei GEO verlangen wir, dass Leute sich Situationen aussetzen, sie durchleben, sie mitmachen.

PS: Das neue GEO-Heft hat ein super Cover (Zeitzeuge Fotograf) und enthält einen langen Text über die "Berufung: Reporter". Noch habe ich ihn nicht gelesen, aber ich bin gespannt.

Donnerstag, 7. Juni 2007

Journalistenausbildung

Ab wann kann man sich eigentlich Journalist nennen, wenn man Journalismus nicht studiert hat? Nach dem ersten Praktikum in einer Redaktion? Nach dem ersten verkauften Artikel? Nach der ersten Festanstellung beziehungsweise nach dem ersten Volontariat? Oder nur, wenn man aktiv als Journalist arbeitet? Geschützt ist der Beruf ja nicht. Es geht mir gar nicht so sehr um die Antwort, sondern mehr um den Gedanken, dass es eigentlich kurios ist, in einem Beruf zu erlernen, in den man nur ein bisschen eingearbeit wurde - wenn man keine akademisch-journalistische Ausbildung hatte.

Freitag, 25. Mai 2007

Web 2.0 und die Gesellschaft

Übrigens: Ein Kumpel und Kommilitone von mir betreibt speziell für sein Diplom - Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit - ein Weblog, in dem es um Social Software und ihre Auswirkungen auf unsere Gesellschaft geht. Wenn ihr mögt, könnt ihr ja mal einen Blick reinwerfen. Ihr erreicht das Blog auch über meine Linkliste.

Mittwoch, 23. Mai 2007

Der Kommilitone

Mann Mann. Was hab ich nur für Kommilitonen? Da kommt mein Musterkommilitone mit dem Vorwand vorbei, er möchte sein Diktiergerät abholen, trinkt zehn Bier bevor er verschwindet und vergisst das Gerät. Und sowas will Akademiker werden. Nee nee.

Samstag, 28. April 2007

Diplombuch

Selbstredend, dass wir als Journalisten auch ein Diplombuch produzieren werden. Habe eben Fotos dafür gemacht. Eins wird freigestellt, wie auf dem Beispiel unten. Welches Bild gefällt euch besser? Das fröhliche oder das nachdenkliche? (Den Links folgen für Großansicht / jeweils 3,2 Mb!)

Freitag, 16. März 2007

Semesterprojekte

Die Projekte aus dem letzten Semester meines Online-Journalismus- Studiums an der Hochschule Darmstadt sind online.


Projekt I: Hörbuch-Dossier

Für den Kultursender SWR2 haben wir ein Online-Dossier rund um das Phänomen Hörbuch produziert. Neben eingesprochenen Hörbuch-Rezensionen gibt unter anderem ein Interview mit Christian Brückner (der deutschen Stimme von Robert de Niro), ein Audio-Interview mit Detlef Bierstedt (deutsche Stimme von Geroge Clooney - mit Berliner Dialekt), eine Audio-Bildergalerie, die zeigt, wie eine Hörspielproduktion in einem Studio abläuft und einen Text, in dem eine blinde Frau beschreibt, wie sich Sonnenstrahlen auf der Nasenspitze anfühlen. Der Text wurde obendrein von einer professionellen Sprecherin eingesprochen.

Ich selber bin für meinen Beitrag nach Köln gereist und habe dort Oliver Steller besucht. Steller studierte Gitarre, Komposition und Gesang in den USA und war lange Jahre Meisterschüler von Lutz Görner, Deutschlands renommiertestem Rezitator. Mit Hilfe dieser Ausbildung schreibt Steller nun Programme, in denen er Rilke, Tucholsky, Hölderlin und viele andere große Literaten zum Leben erweckt - mit Instrumenten und viel Stimmgewalt. Ich konnte mich kürzlich in Frankfurt bei einem Liveauftritt selbst davon überzeugen, wie gekonnt der Künstler seine Zuschauer in sein Reich aus Musik und Poesie entführt.
Projekt II: Schülerzeitung für Hauptschüler

Im letzten Semester haben wir anstatt Schreibtraining zu bekommen, Schreibtraining gelehrt - und zwar Hauptschülern. Jeweils zu zweit sind wir über das Semester verteilt ins beschauliche Bad Urach in der Nähe von Stuttgart gefahren und haben dort Fünft- und Sechstklässlern eine Einführung in das journalistische Handwerk gegeben. Das Ziel der AG: die Kinder soweit zu bringen, dass sie ihre eigene Online-Schülerzeitung betreiben können. Die Aufgabe ist uns gelungen. Die Seite steht. Dank verdient somit auch Andreas Finger, der die Site mit Redaktionssystem aufgesetzt hat. Betreut wird die Seite vom Deutschlehrer; Titel, Ressortnamen und Inhalt wurden jedoch von den Schülern in eigener Leistung überlegt und erstellt. Mittlerweile haben sich sogar weitere Schüler gemeldet, die sich bei der Zeitung engagieren wollen.

Donnerstag, 15. März 2007

Disziplin-Tipps

Kennt jemand Tipps und Methoden, die einen dazu bringen diszipliniert an seinem Diplom zu arbeiten?


"Wir sind alle von Anfang an verflucht, und auch Du musst erst furchtbar verletzt werden, bevor Du ernsthaft schreiben kannst." - Hemingway an Fitzgerald

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