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Das Schreiben

Sonntag, 28. September 2008

Fundament des Dichtens


Verse sind nicht, wie die Leute meinen, Gefühle, es sind Erfahrungen.

Rainer Maria Rilke

Mit Dank an Barbara

Ergänzung: Eigentlich sind es nicht nur Erfahrungen. Es sind die Gefühle der Erfahrungen.

Dienstag, 16. September 2008

Feder & Blut

Ich würde gerne mal wieder etwas schreiben. Eine kleine Story. Aber ich bin niemand, der sich so etwas aus den Fingern saugt. Ich habe keine Lust, Stories zu plotten, zu erfinden, zu konstruieren. Warum sollte ich mir irgend etwas Absurdes ausdenken? Nein, ich möchte etwas schreiben, dass mein Blut durchwandert hat, ich brauche die Essenz einer Erfahrung.

Freitag, 1. August 2008

Reiseschriftsteller

Mit knapp zwei Stunden Verspätung ging es bei schönstem Frühlingswetter vom Flughafen Paderborn/Lippstadt los. Nach einem kurzen aber schönen Flug empfing mich “die Insel” mit geschlossener Wolkendecke, aber immerhin war es trocken.

Mit Quatar Airways ging unsere Reise mit einen Stop von 4 Stunden in Doha nach Kuala Lumpur (KL). Der Service an Bord war gut aber Doha Airport bietet nicht viel. In KL angekommen ging es mit dem Taxi zu unserer Unterkunft. Zuerst waren wir von den grünen Palmen links und rechts der Autobahn überrascht bis uns der Fahrer erklärte, dass das Oilpalmen seinen aus denen u.a. auch in Europa Biosprit hergestellt werden.

Ein Jahr lang haben wir geplant. Endlich war es soweit. Am 7. Dezember 2007 ging es dann los Richtung San Francisco, weiter mit dem Mietwagen nach Los Angeles. Von dort aus auf die Fiji-Inseln und nach 2 Tagen weiter nach Neusseland. Den Abschluss der Reise machte Hongkong.

Im September 1996 unternehme ich mit meinem Schwiegervater [...] eine Reise nach Lana bei Meran in Südtirol, Italien. Das Piemont-Gebiet, unser eigentliches Ziel, ist uns vom italienischen Tourismusverband für das Frühjahr ans Herz gelegt worden, da die Weinbauern im Herbst mehr Zeit mit der Ernte verbringen.

Eingebettet in schier endlos erscheinenden Regenwald sitzt du auf der Terrasse der Doli Lodge beim Sundowner und überlegst, an welche Stelle in der Liste der landschaftlichen Paradiese du diesen Ort einordnen sollt.

Nach einem langen Flug von Zürich über Atlanta landen wir abends in Cancun. In Atlanta musste ich mal wieder zum Second Screening der netten amerikanischen Einreisebehörde, zum Glück ging alles gut und ich durfte weiter nach Cancún fliegen :o)

Habe gerade die GEO-Reisecommunity entdeckt. Wer sich fragt, warum es Reisejournalisten oder Reiseschriftsteller wirklich braucht, lese sich einfach die Auszüge aus den Berichten von Menschen, die nicht dieser Profession nachgehen, noch zwei oder dreimal durch.

Mittwoch, 23. Juli 2008

Writer vs. Schriftsteller

Der englische Begriff des Schriftstellers ist - meines Erachtens - viel näher an der Wahrheit und am Leben dran als der deutsche. Man ist Writer. Einfach jemand, der schreibt. Das ist alles. In Deutschland ist man gleich ein Schriftsteller. Das hört sich an, als würde oder müsste man dicke Bücher schreiben. Aber ist jemand, der dicke Bücher, ja vielleicht sogar Bestseller schreibt, mehr Schriftsteller oder mehr Writer als jemand, der nur Skizzenhaftes, kurze Eindrücke, Gedanken und Shortstories schreibt? Ist die Masse wichtig? Und wenn ja, wieviel? Siegfried Lenz zum Beispiel sagt, es sei die Art der Wahrnehmung, die einen Schriftsteller ausmache. Vielleicht ist selbst der Begriff Writer noch zu stark und begrenzend.

Sonntag, 22. Juni 2008

Soundslide: Der Versuch des Schreibens

Wenn man schreiben will, aber nicht kann, kann man zum Beispiel die Zeit nutzen, um anderen zu zeigen, wie das aussieht. Bitte sehr! (Auf das Bild klicken, um zur Soundslide zu gelangen!)


Sonntag, 15. Juni 2008

Der Milchkuss – eine Sommergeschichte

Maja trug immer etwas sehr Kurzes, wenn sie daheim war, oder eben bei ihm, es war ja nur ein Haus weiter. Meistens eine knappe Shorts oder gleich ein Bikinihöschen - dazu ein Hemdchen. Sie konnte das noch tragen, man würde glauben, sie trüge es noch aus Gewohnheit, eine Zeitlang würde es noch gut gehen, dann wäre ihre Weiblichkeit endgültig unübersehbar. Jetzt jedoch war sie irgendetwas dazwischen.

Dienstag, 27. Mai 2008

Schwarze Wasser

Und dann standest du da, nackt neben mir. Unglaublich nackt. Viel nackter, als eine Frau eigentlich sein kann, und wir sprangen beide kopfüber ins schwarze Wasser.

- Auszug einer Fragment-Story, die ich zu schreiben gedenke

Freitag, 16. Mai 2008

Der andere Weg - eine Story

(c) wulfmachine, flickr
Hintergrundfoto: wulfmachine, flickr

Die Geschichte ...

Samstag, 3. Mai 2008

Schreiben und Caipirinha

Ah. Neue Story geschrieben und jetzt schön Caipi trinken und grillen. Herrlich.

Hier schon mal eine Leseprobe meiner Story. Bald auch in ganzer Länge - und die Story von neulich (Die Nacht in mir) bin ich euch ja auch noch schuldig.

Ich weiß immer noch nicht, warum ich ja gesagt habe, aber jetzt bin ich auf dem Weg. Ich schreite die Straße hinunter, sie ist leer und die Dunkelheit lässt die Wege jungfräulich erscheinen, als hätte sie noch kein Mensch beschritten und als wollte sie auch niemand beschreiten. Ich bleibe stehen und betrachte das trübe Licht der Straßenlaterne wie einen Mond. Es ist mein Mond, ein Mond für Menschen, bei denen es für einen echten nicht gereicht hat. Ich schließe die Augen und glaube, das Summen der Drähte unter der Plastikschale zu hören. Die Spannung vibriert in ihnen. Selbst dieser künstliche Mond hat mehr, als ich je haben werde. Warum habe ich ja gesagt?
Du sitzt neben mir in meinem Opel Kadett und ich frage, willst du mal riechen? Du willst und berührst mit deinen Lippen fast meinen Hals. Ich nutze es aus. Damals, es muss zehn Jahre her sein, damals habe ich ja gesagt. Ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht war, aber ich konnte gar nichts anderes sagen.

Du hast mir geschrieben. Du bist in Deutschland. Ich solle dich besuchen kommen. Ich sagte ja. Doch mit jedem Schritt, den ich mache, wird mir das Gewicht dieser Entscheidung bewusst. Was soll ich dir geben?

Mittwoch, 30. April 2008

Gegen das banale Schreiben

Jetzt habe ich mir diese hübsche Geschichte ausgedacht, kompakt und sehr spannend, gute Dramaturgie, habe die erste halbe Seite geschrieben und jetzt habe ich keine Lust mehr auf diese Geschichte, jetzt ist sie mir plötzlich zu banal zu belanglos. Wozu braucht die Welt eine weitere Durchschnittsgeschichte?

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