Journalistisches und literarisches Schreiben
Im Journalismus gibt es keinen Artikel ohne Aufhänger, die Existenzberechtigung eines Textes. Es muss einen Anlass geben, einen Grund, warum der Leser etwas erfahren soll. Dieser Grund muss genügend Gewicht besitzen.
Zweitens benötigt man genügend Material, ich sage dazu kritische Masse. Das beeinhaltet auch, dass man das Thema genügend durchdrungen hat, dass man die Essenz verstanden, abstrahiert hat. Man hat ein Thema, ein Anliegen, eine Nachricht, eine Botschaft, dann sucht man sich Informationen, Begebenheiten, Eindrücke, die zu der Botschaft passen, die man erzählen möchte. Die wichtigsten nimmt man zur Hand und presst sie so lange aus, bis man eine hochkonzentrierte Essenz hat, dick und zähflüssig. Dann nimmt man einen Pinsel und malt damit sein Bild. Aber Vorsicht: Jede Farbe, jeder Ton, jeder Geschmack hat seine Zeit. Manches beißt sich. Hierfür benötigt man Intuition und Erfahrung. Welche Farbe zuerst? Welcher Verlauf kann folgen? Man sollte alles in sich sacken lassen, sich Zeit nehmen, Kaffee trinken, Bier, bügeln, was auch immer (der wichtigste Teil im Schreibprozess). Irgendwann hat man das Bild vor Augen. Die Anordnung, oder man weiß zumindest den Anfang und hangelt sich von Abschnitt zu Abschnitt - nie das Ganze aus den Augen verlierend.
So verstehe ich Journalismus. So muss auch literarisches Schreiben verstanden werden. Aber man (auch ich) glaubt immer, für das literarische Schreiben bräuchte man das alles nicht. Man glaubt, es käme nur auf die Form an, auf das Schönschreibenkönnen. Man möchte literarisch schreiben, aber weiß nicht was oder worüber. Manchmal hat man kleine Ideen. Kleine Szenen, aber sie treiben kontextlos im Raum. Man kann sich um all das nicht scheren und einfach irgend etwas zurechtkonstruieren. Einfach so. Hauptsache Schreiben! Aber darauf kann die Menschheit verzichten.
Zweitens benötigt man genügend Material, ich sage dazu kritische Masse. Das beeinhaltet auch, dass man das Thema genügend durchdrungen hat, dass man die Essenz verstanden, abstrahiert hat. Man hat ein Thema, ein Anliegen, eine Nachricht, eine Botschaft, dann sucht man sich Informationen, Begebenheiten, Eindrücke, die zu der Botschaft passen, die man erzählen möchte. Die wichtigsten nimmt man zur Hand und presst sie so lange aus, bis man eine hochkonzentrierte Essenz hat, dick und zähflüssig. Dann nimmt man einen Pinsel und malt damit sein Bild. Aber Vorsicht: Jede Farbe, jeder Ton, jeder Geschmack hat seine Zeit. Manches beißt sich. Hierfür benötigt man Intuition und Erfahrung. Welche Farbe zuerst? Welcher Verlauf kann folgen? Man sollte alles in sich sacken lassen, sich Zeit nehmen, Kaffee trinken, Bier, bügeln, was auch immer (der wichtigste Teil im Schreibprozess). Irgendwann hat man das Bild vor Augen. Die Anordnung, oder man weiß zumindest den Anfang und hangelt sich von Abschnitt zu Abschnitt - nie das Ganze aus den Augen verlierend.
So verstehe ich Journalismus. So muss auch literarisches Schreiben verstanden werden. Aber man (auch ich) glaubt immer, für das literarische Schreiben bräuchte man das alles nicht. Man glaubt, es käme nur auf die Form an, auf das Schönschreibenkönnen. Man möchte literarisch schreiben, aber weiß nicht was oder worüber. Manchmal hat man kleine Ideen. Kleine Szenen, aber sie treiben kontextlos im Raum. Man kann sich um all das nicht scheren und einfach irgend etwas zurechtkonstruieren. Einfach so. Hauptsache Schreiben! Aber darauf kann die Menschheit verzichten.
7an - 2009-02-01 13:30


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