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Das eigentliche Schicksal im System

Nicht mehr wirklich Zeit für Sport, nicht mehr wirklich Zeit für Musik. Und wenn man die Zeit hat, haben hat die Sportanlagen geschlossen oder die Nachbarn möchten schlafen. Nur zwei Punkte, die zeigen, wie das System die Menschen, dumm, dick und träge macht. Aber an Herzinfarkt oder Hirnbluten zu verrecken: Das ist gesellschaftlich anerkannt.
ratatosk - 2008-03-21 08:44

dicke dumme träge Gesellschaft = gute Gesellschaft
zumindest wenn man zur kleineren Gruppe Menschen gehört die was bewegen können und so die Verhältnisse zu ihren Gunsten verändern
wer zu träge zum sport ist, ist zu träge für protest
anudem - 2008-03-21 14:18

... an hirninfarkt und herzbluten zu verrecken, auch.
wvs - 2008-03-23 15:52

Wenn man erkennt, ....

daß das System falsch ist hilft nur, sich dazu Alternativen einfallen zu lassen .... die Zustände zu beklagen ist eine Sache - sich daran zu machen sie zu ändern ist: Fortschritt ...!

(Als 'Grufti' - nach vielen ausgefochtenen Kämpfen - stehe ich allerdings auf dem Standpunkt, daß dies Aufgabe der jüngeren Generation sein muß. Wir haben unseren Teil 'erledigt', das Motto war: "Wer sich nicht wehrt lebt verkehrt" .... nicht immer bequem, aber angetan den morgendlichen Blick in den Spiegel nicht zum Horrortrip werden zu lassen ....)
7an - 2008-03-23 16:24

wirklich ändern, lässt sich nur bedingt etwas. aber man muss halt schauen, dass man die möglichkeiten nutzt, die bleiben. ich war jetzt neulich noch für eine halbe stunde schwimmen und den anderen tag für eine halbe stunde zum taekwondo. das bringt aus sportlicher sicht nicht wirklich etwas - ist aber besser als gar nichts. genauso mit dem klavierüben. wenn ich um 19 uhr heimkomme ist es eigentlich schon zu spät zum üben. außerdem möchte ich auch erst mal ein, zwei stunden zu mir kommen und mich lockermachen. dann kann ich das meinen nachbarn aber wirklich nicht mehr antun. auch, wenn ich mit ihnen vereinbart habe, auch noch nach 19 uhr (bis dahin darf ich laut mietvetrag musizieren) spielen darf. aber danach habe ich schon immer ein schlechts gewissen, oder besser: ein unbehagen. allerdings hilft es hier, gedämpft zu spielen. und meine lehrerin meinte kürzlich, es würde ungemein viel bringen, selbst, wenn man täglich nur eine kleine passage versucht, dreimal in folge fehlerfrei zu spielen.

vielleicht ist das ein prinzip, dass auf jede kunst und beschäftigung im leben zutrifft: kleine schritte machen - und zwar auch dann, wenn es sich vermeintlich nicht mehr lohnt.

trotz allem, die umstände sind oft genug mies. das fängt schon mit den hallenbädern an, die um 20 oder 21 uhr schließen. und natürlich völlig überfüllt sind. eigentlich müsste auch das berufsleben ausgewogen sein - so wie eine ganzagsschule. mit uhrzeiten, in denen man was leisten muss, mit zeiten, in denen man sport machen kann und mit zeiten, in denen man sich der kunst und musik widmen kann.
wvs - 2008-03-24 17:55

Na, das ist doch schon ....

ein guter Anfang:
" .. kleine schritte machen - und zwar auch dann, wenn es sich vermeintlich nicht mehr lohnt. .. "

Ich muß immer an meine Tochter denken, wenn es um 'kleine Schritte' geht: Vor Jahren hat sie sich, 11-jährig, beim Stadtdirektor angemeldet und mit ihm über die Installation einer Laterne an einer besonders dunklen Stelle des Weges von der Bushaltestelle in unser Wohngebiet gesprochen .... was Viele nicht geglaubt haben: Sie konnte ihn überzeugen und es wurde eine Straßenlaterne aufgestellt.

Möglich, daß sich in deiner Stadt z.B. eine Änderung der Öffnungszeiten des Schwimmbads einrichten läßt - fragen und einen Versuch wagen, das müßte doch drin sein ..?!

PS
Was mir gerade noch einfiel:
Bekannte von uns haben auch ein Lärm-Problem (eigentlich handelt es sich um Musik, aber das sehen die Menschen ja wohl sehr unterschiedlich), das wurde dadurch gelöst, daß während der 'Ruhezeiten' ein elektronisches Instrument eigesetzt wurde, dessen Ton über Kopfhörer abgespielt wird ....

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