Und alles zieht nach unten
Frustriert, weil die Zeit durch ein Loch gefallen ist. Immer diese Zeit. Heute Morgen schon das Gleiche. Immer dieses Loch. Plötzlich ist es da und zwei Stunden sind weg. Eben wieder. Eine Lesung im Literaturhaus Darmstadt. Aber vorher war das Loch. Soll ich noch um halb elf hingehen, obwohl um acht Beginn war? Vor fünf Minuten war noch acht Uhr. Vor drei Minuten war neun Uhr. Überall Löcher.
Es wäre um Gegenwartslyrik gegangen. Finde ich eigentlich ziemlich schlimm. Doch was tun? Schlimmstenfalls wäre es so schlecht gewesen, dass ich ein Gedicht drüber schreiben hätte können. Ein weiteres belangloses Mittelmäßiges. Aber was ist mit den Gedichten von diesen mit Preisen überhäuften unbekannten Gegenwartslyrikern? Allesamt verschachtelt, elegante Verse. Meist wenig Sinn. Oder gar keiner. Doch mit netter Atmosphäre. Reicht es, wenn man kunstvoll klingt? Elegant, einfach und inhaltlich klar und reichhaltig ist wohl zu viel verlangt. Kann nicht jeder Rilke heißen. Überhaupt? Was ist das für eine Literarur-Burschen- und Schwesternschaft? Wie geht das überhaupt? Preis hier, Stipendium da. Ein Stipendium fürs Dichten? Irgendwie bekloppt. Sind doch alles nur Mechanismen. Ein Räderwerk für Eingeweihte. Und wenn man mit all dem nichts zu tun haben möchte, aber trotzdem etwas großes schaffen will, ohne dem je nahe gekommen zu sein?
Alles so drückend, erdrückend. Ausgespuckt von der Welt, nur weil man nicht das selbe Lächeln teilt. Und dazwischen Zeitgenossen, die einen in eigenen Kreisen wähnen, man sich selbst aber vor der Belanglosigkeit zu retten versucht, aber nicht auch noch dem Letzten vor den Kopf stoßen möchte.
Und zwischen den Tönen und Klagen die Gedanken an die Frauen dieser Welt, an die Jahre, die man lieber, leider lieber?, mit Denken verbracht hat. Doch auch sie, die Frauen, von denen sich so verheißungsvoll träumen lässt, liegen dann nur da, reden nichts, doch bewegen den Mund, wollen Zeit, nehmen Zeit und schon wieder fühlt man sich im Zwang - während draußen das goldenen Leben tobt - oder das, was man dafür hält. Verstandverlust in kleinen Teilen.
Es wäre um Gegenwartslyrik gegangen. Finde ich eigentlich ziemlich schlimm. Doch was tun? Schlimmstenfalls wäre es so schlecht gewesen, dass ich ein Gedicht drüber schreiben hätte können. Ein weiteres belangloses Mittelmäßiges. Aber was ist mit den Gedichten von diesen mit Preisen überhäuften unbekannten Gegenwartslyrikern? Allesamt verschachtelt, elegante Verse. Meist wenig Sinn. Oder gar keiner. Doch mit netter Atmosphäre. Reicht es, wenn man kunstvoll klingt? Elegant, einfach und inhaltlich klar und reichhaltig ist wohl zu viel verlangt. Kann nicht jeder Rilke heißen. Überhaupt? Was ist das für eine Literarur-Burschen- und Schwesternschaft? Wie geht das überhaupt? Preis hier, Stipendium da. Ein Stipendium fürs Dichten? Irgendwie bekloppt. Sind doch alles nur Mechanismen. Ein Räderwerk für Eingeweihte. Und wenn man mit all dem nichts zu tun haben möchte, aber trotzdem etwas großes schaffen will, ohne dem je nahe gekommen zu sein?
Alles so drückend, erdrückend. Ausgespuckt von der Welt, nur weil man nicht das selbe Lächeln teilt. Und dazwischen Zeitgenossen, die einen in eigenen Kreisen wähnen, man sich selbst aber vor der Belanglosigkeit zu retten versucht, aber nicht auch noch dem Letzten vor den Kopf stoßen möchte.
Und zwischen den Tönen und Klagen die Gedanken an die Frauen dieser Welt, an die Jahre, die man lieber, leider lieber?, mit Denken verbracht hat. Doch auch sie, die Frauen, von denen sich so verheißungsvoll träumen lässt, liegen dann nur da, reden nichts, doch bewegen den Mund, wollen Zeit, nehmen Zeit und schon wieder fühlt man sich im Zwang - während draußen das goldenen Leben tobt - oder das, was man dafür hält. Verstandverlust in kleinen Teilen.
7an - 2007-10-24 21:52






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