mir hat gestern einer beim taekwondo tipps gegeben. er meinte, man könnte einem kumpel zb 100 euro geben und erhält dann zb 20 euro für jedes zeitlich erreichte zwischenziel zurück.
und bei seinem doktor ist er immer in die bibliothek gefahren, meist mit dem fahrrad, so hat er immer schon ein wenig sonnenlicht und frische luft tanken können. in der bib waren aber nach 9 uhr die plätze weg, man musste also vorher da sein. dann blieb er bis 18 uhr und hatte sich die auflage gemacht, mindestens drei seiten pro tag zu schreiben. egal wie, egal was, hauptsache drei seiten.
eigentlich alles keine schlechten ideen. aber ich weiß nicht, ob das wirklich so cool ist in der bib, ob ich nicht trotzdem durchs netz abgelenkt bin und außerdem habe ich keine laptop. aber die sache mit der seitenvorgabe ist gar nicht schlecht. wenn ich nur zwei seiten pro tag schreibe, brauche in nen monat für die erste fassung.
anderseits ist es auch erbärmlich, wenn man so wenig selbstdisziplin aufbringt? muss ich erst warten, bis soviel zeit verstrichen ist, dass ich massive probleme haben werde, mein diplom überhaupt noch fertig zu bekommen? muss ich erst wieder so lange die arbeit aufschieben, bis mir die angst im hals steckt, bis mir übel wird, ja ich beinahe ohnmächtig werde, in der möglichkeit des versagens? ich weiß nicht, ob nicht alle methoden und taktiken zeitverschwendung sind. es mag welche geben, doch letztlich kommt es wohl nur darauf an, was du zitiert hast, volker: "wenn du schießen willst, halt's maul und schiess." so einfach und doch so schwer.
"Wir sind alle von Anfang an verflucht, und auch Du musst erst furchtbar verletzt werden, bevor Du ernsthaft schreiben kannst." - Hemingway an Fitzgerald