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    <title>Memento</title>
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    <dc:publisher>Jan Soefjer</dc:publisher>
    <dc:creator>Jan Soefjer</dc:creator>
    <dc:date>2008-10-09T10:25:52Z</dc:date>
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    <title>Memento</title>
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  <item rdf:about="http://jan.twoday.net/stories/5244222/">
    <title>Im Zug mit Jack</title>
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    <description>Am Abend vorher ist es ein Fluch. Wenn der Wecker klingelt sowieso. Und wenn es dann noch regnet, ist alles vorbei. Manchmal jedoch macht das frühe Aufstehen zwar keinen Spaß, aber die Ruhe, in der die Welt noch schlummert, ist angenehm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 8 Uhr ist die Welt bereits zu wach. In der Bahn plappern dumme und oder unhöfliche Menschen, man drängelt sich auf den Sitzen. Früher am Morgen fängt es schon damit an, dass der Zug ein Schönerer ist. Einer von diesen Doppeldeckern, die lautlos durch die Nebel gleiten. Das Licht ist gedämpft. Nur sechs von vierzehn Lampen angeschaltet. Die Menschen halten ihren Mund. Draußen fließen silberne Wiesen vorbei. In meinen Händen ein &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Jack-London-Selbstzeugnissen-Thomas-Ayck/dp/3499502445/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1223547889&amp;sr=8-1&quot;&gt;Buch&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;&quot;Als blinder Passagier reiste Jack London nach Chicago, anschließend nach New York und weiter zu den Niagara-Fällen. Der Vagabund wurde dort von der Polizei aufgegriffen und für dreißig Tage ins Gefängnis gesperrt. Das Leben als Tramp veränderte Jack London. Er erkannte, dass Menschen unschuldig zu den Ausgestoßenen einer Gesellschaft angehören konnten [...]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&apos;Ich hatte meine Kindheitauf Farmen in Kalifornien verbracht, als Junge Zeitschriften auf den Straßen verkauft, als Jugendlicher fuhr ich auf Schiffen über die San Francisco Bay und den Pazifischen Ozean. Ich lebte das Leben unter freiem Himmel, ich arbeitete unter freiem Himmel, erlernte keinen Beruf, sondern wechselte von Job zu Job. Die Welt erschien mir als das Gute schlechthin. Ich möchte wiederholen: diesen Optimismus hatte ich, weil ich gesund und stark war, keine Schmerzen und Schwächen kannte und niemals von einem Arbeitgeber abgewiesen wurde, weil ich etwa nicht kräftig genug aussah. [...] Ich fand unter den Tramps alle Arten von Menschen, unter ihnen viele, die einmal so gesund und kräftig aussahen wie ich selbst. Es waren Seeleute, Soldaten, Arbeiter, alle entstellt und verunstaltet durch Schwerarbeit, Not und Unfälle. Von ihren Arbeitgebern waren sie weggejagt wie alte unbrauchbare Pferde.&quot; [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Erfahrungen unter den amerikanischen Tramps zu verfolgten Jack London. Er, der sich als Schriftsteller zugleich journalistische Aufgaben stellte, ging 1902, verkleidet als abgerissener Seemann, in die Londoner Slums. Er wollte die Lage der sozial ausgestoßenen erkunden und fragte sich: Warum leben diese Menschen in Slums? Nicht aus Faulheit und nicht aus freier Wahl, das erkannte er. Die Gründe waren vielmehr Alter, Krankheit, Unfall, Verlust der Arbeitskraft, Geburt im Slum. Selbstmord, Trunksucht, Kriminalität ergeben sich in zwanghafter Folge. Jack London notierte sich: Warum muss eine Zivilisation, die immer mehr Waren produziert, zugleich das Elend vergrößern? Er forderte, eine Gesellschaft muss das Los des Durchschnittsbürgers verbessern, das heißt, das Profitmotiv kann nicht das oberste Prinzip des Zusammenlebens sein.&lt;/cite&gt;</description>
    <dc:creator>7an</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jan.twoday.net/topics/Panorama&quot;&gt;Panorama&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 7an</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-09T05:58:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jan.twoday.net/stories/5243832/">
    <title>Zeitraffen</title>
    <link>http://jan.twoday.net/stories/5243832/</link>
    <description>Es ist dramatisch. Ich hatte ein langes Wochenende, arbeite einen Tag und es ist schon wieder alles zuviel. Nicht die Arbeit. Die ist super. Aber der Feierabend reicht hinten und vorne nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 19.15 war ich zu Hause. Noch etwas einkaufen gewesen und so. Keine ungewöhnliche Zeit. Morgen Frühdienst. Jetzt um 23 Uhr dringend ins Bett. Habe gekocht, habe mit Freunden telefoniert und etwas gechattet. Habe mit Mühe und Not das Notwendigste an sozialer Kommunikation geschafft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich wollte ich auch noch einen Brief schreiben. Schon seit über eine Woche will ich das. Muss es aber jeden Tag aufs Neue verschieben. Etwas dehnen wollte ich mich auch noch. Schon wieder zu spät. Ein Buch zu lesen, wäre auch mal wieder nett. Von lang aufgeschobenen Aufgaben ganz zu schweigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach ja, bloggen wollte ich auch noch, eigentlich etwas über die Zeit und wie schnell sie rum geht. Eigentlich wollte ich schreiben, dass ich im Geiste schon in Reutlingen bin - bei der Reporterschule, auf die ich im nächsten Frühling gehen werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Absurd. Vorhin habe ich zwei Freunde auf meine Geburtstags- und Abschiedsparty hingewiesen. Sie ist Mitte März! Für mich ist das bald. Gefühlt. So ganz normal ist das nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, und eigentlich wollte ich schreiben, dass die Zeit gerade ein bisschen ist, wie die Zeit nach Abi oder Zivi. Man weiß, dass einen eine geile Zeit erwartet, aber man kann noch ein paar Monate abhängen und es sich gut gehen lassen. Man hat noch die Ruhe und die Ordnung seines vertrauten alten Lebens. Eigentlich geht es mir jetzt auch so. Eigentlich. Krass. In der Uni hatte man zwei, drei Blöcke und hielt das für einen &quot;normalen, ganzen Tag&quot;. Vielleicht abends noch gejobbt. Aber jetzt ist ja mein Weg zur Arbeit und zurück schon so lange wie die Zeit, die ich früher (ein bis zweimal die Woche) gejobbt habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss da wirklich aufpassen, sonst kann man irgendwann, wenn einen Leute, mit denen man seit Monaten nicht gesprochen hat, anrufen und fragen, was es so Neues gibt, nur sagen: &quot;Och, was soll es geben? ... (Pause).&quot;</description>
    <dc:creator>7an</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jan.twoday.net/topics/Pers%C3%B6nliches&quot;&gt;Persönliches&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 7an</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-08T21:39:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jan.twoday.net/stories/5225130/">
    <title>Scheiß Status</title>
    <link>http://jan.twoday.net/stories/5225130/</link>
    <description>Programmierer gehören dafür erschossen, wenn sie Statusbalken programmieren, die ständig von vorne beginnen. Man weiß nie, wann es fertig ist. Was für einen einzigen beschissenen Sinn hat wohl so eine Scheiß Statusleiste? Ich möchte wissen, wann der ganze Scheiß fertig ist!&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;31&quot; alt=&quot;status&quot; width=&quot;290&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/jan/images/status.jpg&quot; /&gt;</description>
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    <dc:date>2008-09-29T21:20:00Z</dc:date>
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    <title>Die große Geschichte Paul Potts</title>
    <link>http://jan.twoday.net/stories/5222409/</link>
    <description>Er hat den Stoff gewebt, aus dem große Geschichten gemacht sind. &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Potts&quot;&gt;Paul Potts&lt;/a&gt; &quot;hat dem schwachen, zweifelnden, übersehenen, überholten, aus der Form und aus der Mode geratenen Mann seine Würde zurückgegeben&quot;, bringt es &lt;a href=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/26384&quot;&gt;Georg Diez im SZ Magazin&lt;/a&gt; auf den Punkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mich fasziniert vor allem der dramaturgische Fall Potts als Lehrbeispiel. Ich kann mir das Video von seinem Auftritt wieder und wieder anschauen und es bewegt mich immer. Dabei ist es eine einfache Sache: Da kommt dieser vom Leben geprügelt aussehende Kerl angewatschelt und wird belächelt, weil er in einer Castingshow Oper singen möchte. Aber er ist wirklich ein Opernsänger, nur seine &lt;a href=&quot;http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/1584983_Tenor-der-Herzen.html?sid=15e142ef8a79349cc1b2e67397bedfa4&quot;&gt;&quot;ständige Angst vor der Ablehnung&quot; (Frankfurter Rundschau)&lt;/a&gt; hinderte ihn daran, eine Profi-Laufbahn einzuschlagen. Er hat sogar schon einmal 1999 in einer Talentshow gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dieses Mal ist der Widerspruch noch größer. Potts kam mit einer Verlierer-Ausstrahlung auf die Bühne - aber mit der unerschütterlichen Zuneigung zur großen Oper. Und dann stellt er sich hin und singt nicht nur eine Arie von Puccini, er singt von sich selbst, von seiner nie erhörten Liebe, er singt von der ewigen Enttäuschung des kleinen Mannes, sein Leben selbst ist Oper, ein klassisches Drama, dessen glückliche Auflösung die ganze Welt miterleben durfte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;400&quot; height=&quot;334&quot;&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/1k08yxu57NA&amp;hl=en&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;334&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description>
    <dc:creator>7an</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jan.twoday.net/topics/Panorama&quot;&gt;Panorama&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 7an</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-28T18:38:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jan.twoday.net/stories/5220889/">
    <title>Fundament des Dichtens</title>
    <link>http://jan.twoday.net/stories/5220889/</link>
    <description>&lt;cite&gt;&lt;br /&gt;
Verse sind nicht, wie die Leute meinen, Gefühle, es sind Erfahrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Rainer Maria Rilke&lt;/i&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
Mit Dank an Barbara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ergänzung:&lt;/b&gt; Eigentlich sind es nicht nur Erfahrungen. Es sind die Gefühle der Erfahrungen.</description>
    <dc:creator>7an</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jan.twoday.net/topics/Das+Schreiben&quot;&gt;Das Schreiben&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 7an</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-27T23:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jan.twoday.net/stories/5216409/">
    <title>Endstation Mittelmeer</title>
    <link>http://jan.twoday.net/stories/5216409/</link>
    <description>&lt;b&gt;Vor fast 1000 Jahren rief Papst Urban II. zum ersten Kreuzzug auf. Heute ist die Kueste von Genua, das immer noch das Wappen der Ritter fuehrt, eine beschauliche Touristengegend - doch zumeist nur fuer die, die von der richtigen Seite des Meeres kommen.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sitze am Hotelpool und ueberlege, was ich schreiben koennte. Eine schoene Shortstory soll es sein. Nach ein paar Stunden habe ich einen kleinen Plott zusammen, doch er will nicht wirklich aufgeschrieben werden. Es ist immer das Gleiche. Ich moechte etwas erzaehlen, dass mich wirklich bewegt, eine spannende Geschichte - am besten mit einer gesellschaftskritischen Komponente. Aber wo soll so eine Geschichte herkommen? Kann man sich so etwas an einem Vier-Sterne-Hotel-Pool ausdenken? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich lasse es sein und gehe mit meinen Eltern in ein Cafe. Es ist ebenfalls direkt am Strand -  nur ein paar Meter weiter. Wir trinken Tee, Cappuccino, Cognac und essen Gebaeck. Ab und an wimmeln wir einen Verkaeufer ab. Schwarze wollen Armbaendchen verkaufen und ein Suedlaender Rosen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen Roseverkaeufer eine Rose verkauft sehen zu haben. Er haelt sie den Cafebesuchern direkt vor die Nase. Er lacht nicht. Er will nur Rosen verkaufen. Niemand kauft eine.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kellner schieben Tische fuer eine Touristengruppe zusammen. Einige tragen Karohemden. Sie sprechen in heiterem Deutsch und  bekommen grosse Glaeser mit Bier. Meine Eltern wollen zurueck ins Hotel. Ich hingegen moechte mir noch den Ort ansehen. Ich habe es in den zwei Tagen, die ich hier bin, nicht geschafft. Mittlerweile bin ich sehr erkaeltet, doch ich gehe trotzdem. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich passiere lange, enge Gassen mit Mode- und Schmuckboutiquen. Es geht steil bergauf. Am Ende kommt ein Buchladen. Grosse Laternen tauchen die Wege in gelbes Licht. Ich gehe tiefer in den Ort hinein. DIe Geschaefte verschwinden. Ich bin mehrmals nahe dran, den Weg zurueck einzuschlagen, doch immer zoegere ich und taste mich wie ein Blinder weiter voran. Und dann stehe ich auf einmal vor der &lt;a href=&quot;http://it.wikipedia.org/wiki/Santuario_del_Bambino_Ges%C3%B9_di_Praga&quot;&gt;Basilika Santuario di Gesu Bambino di Praga&lt;/a&gt;. Arkadengaenge ruhen im Halbdunkel, Brunnengeplaetscher mischt sich mit dem Meeresrauschen der Kueste. Im Turm singt ein Glockenspiel. Zwei Tage sass ich im Hotel oder in diesem Cafe, in dem sie 80er-Jahre-Dudelfunk spielen, aber diesen erhabenen Ort haette ich beinahe verpasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spaeter stehe ich wieder am Strand. Das schwarze Mittelmeer schwappt in der Bucht. In der Ferne leuchten die Lichter von Genua. Noch heute fuehrt die Stadt  die Flagge der Kreuzfahrer, das rote Kreuz auf weissem Grund, als Wappen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gehe zurueck zum Grand Hotel. Nach ein paar Metern sehe ich den Suedlaender von vorhin. Gebeugt sitzt er in einer ruhigen Ecke auf einer Bank. Seine duerftige Verkaeufer-Aura hat er mit den Rosen abgelegt. Jetzt ist er nur noch ein Mann um die 30 mit traurigem Gesicht. Er wirkt nicht so, als wenn er sich bereits mit seinem Schicksal abgefunden haette. Und in der Tat wuerde er auch nicht unter Studenten oder in einem Buereau auffallen. Aber vermutlich hat er nicht einmal einen Schulabschluss. Er erinnert mich an den Mann, der immer nachts an den Araltankstellen in Darmstadt steht und einem nuschelnd eine Obdachlosenzeitung verhalten entgegenstreckt. Jahrelang hat er mich genervt. Neulich bin ich umgedreht und habe ihn angesprochen. Ich war ueberrascht, wie gut er sich artikulieren konnte. Dreher hat er gelernt, ist aber schon lange arbeitslos. Sechs Stunden verkauft er taeglich seine Zeitunngen. Er meint, er wuerde gut zurecht kommen. Was fuer eine Geschichte hat wohl der Rosenverkaeufer?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte kurz innegehalten, dann sehe ich, wie der Rosenverkaeufer sich wieder aufrafft. Ich passe ihn ab und wir gehen ein paar Meter zusammen. Er schaut mich an. &quot;Where do you come from?&quot;, frage ich ihn. Doch er versteht kein Englisch und ich kein Italienisch. Mit Franzoesisch habe ich Erfolg. Doch von meinen sechs Jahren Unterricht sind nur eine Handvoll Woerter geblieben. Ich erfahre, dass er aus Marokko kommt und seit einem Jahr in Italien ist. Er sagt, er habe zwei Kinder und fragt mich nach fuenf Euro. Spaeter werde ich sie ihm geben. Vielleicht ist er mehr an meinem Geld als an mir interessiert, aber was kann er sich auch von dem Mitleid eines Deutschen Touristen kaufen, der in einem Vier-Sterne-Hotel wohnt? Wir versuchen uns ein wenig mehr zu erzaehlen. Gerne wuerde ich wissen, ob er in Marokko einen Beruf hatte, wuerde gerne mehr von seinem Leben erfahren. Auch wuerde ich ihm erzaehlen, dass ich die letzten Tage in Wien und Mailand war, aber wozu eigentlich? Kein Wort kann die Welten, die zwischen uns liegen, ueberbruecken. Ich werde wieder in mein Hotel gehen und er weiter Rosen verkaufen. Zum Abschied kuesst er mich auf beide Wangen und ich auf seine. Im Cafe sitzen die Deutschen und trinken Bier. Es ist eine schoene Nacht am Mittelmeer in Arenzano.</description>
    <dc:creator>7an</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jan.twoday.net/topics/Unterwegs&quot;&gt;Unterwegs&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 7an</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-25T21:37:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jan.twoday.net/stories/5215802/">
    <title>Chrrrrrrr</title>
    <link>http://jan.twoday.net/stories/5215802/</link>
    <description>&lt;cite&gt;Das italienische &quot;r&quot; wird im Gegensatz zu dem Deutschen &quot;r&quot; nicht im Rachenraum gebildet. Gebildet wird das italienische &quot;r&quot;, indem man die Zungenspitze leicht an den vordersten Gaumen legt und versucht, durch den Zwischenraum von Zungenspitze und vorderstem Gaumen Luft zu pusten. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan und erfordert viel Übung. Dieses mit der Zunge gerollte &quot;r&quot; ist einer der schwierigsten, wenn nicht sogar der schwierigste Laut für einen deutschen Muttersprachler. - &lt;a href=&quot;http://de.wikibooks.org/wiki/Italienisch/_Aussprache&quot;&gt;&lt;i&gt;Wikibooks&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
No fucking way!</description>
    <dc:creator>7an</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jan.twoday.net/topics/Panorama&quot;&gt;Panorama&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 7an</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-25T14:06:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jan.twoday.net/stories/5201657/">
    <title>Das zerrissene Frankfurt</title>
    <link>http://jan.twoday.net/stories/5201657/</link>
    <description>In München scheint wirklich immer die Sonne. Immer wenn ich hier übernachte, erwartet mich am nächsten Morgen ein wunderschöner Tag. Und auch sonst ist diese Stadt einfach sauangenehm. Zweifelsohne eine der chilligsten Städte, die ich kenne. Auch der Bruch zu Frankfurt (wo ich zum Glück nur arbeite, aber nicht wohne) wird mir da immer wieder deutlich. Die Banken-Skyline sieht zwar hübsch aus, wenn man mit dem Zug ins urbane Herz der Stadt rauscht, aber zu Fuß komme ich mir in der Taunusanlage immer vor, als würde ich durch Second Life laufen. Die Türme lassen wenig Raum für Gemütlichkeit. Gleichzeitig fehlt aber richtiges Skyscraper-Feeling, wie es einen in New York erwartet. Nein, Frankfurt ist eine ambivalente Stadt. Sie ist zerrissen zwischen Business, Pendlern, festgesessenen Altbürgern und einer viel zu rustikalen Gemütlichkeit. Frankfurt ist weder Fisch noch Fleisch.</description>
    <dc:creator>7an</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jan.twoday.net/topics/Urbane+Geschichten&quot;&gt;Urbane Geschichten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 7an</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-19T10:26:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jan.twoday.net/stories/5194789/">
    <title>Feder &amp; Blut</title>
    <link>http://jan.twoday.net/stories/5194789/</link>
    <description>Ich würde gerne mal wieder etwas schreiben. Eine kleine Story. Aber ich bin niemand, der sich so etwas aus den Fingern saugt. Ich habe keine Lust, Stories zu plotten, zu erfinden, zu konstruieren. Warum sollte ich mir irgend etwas Absurdes ausdenken? Nein, ich möchte etwas schreiben, dass mein Blut durchwandert hat, ich brauche die Essenz einer Erfahrung.</description>
    <dc:creator>7an</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jan.twoday.net/topics/Das+Schreiben&quot;&gt;Das Schreiben&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 7an</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-16T13:52:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jan.twoday.net/stories/5194786/">
    <title>Raucherpause</title>
    <link>http://jan.twoday.net/stories/5194786/</link>
    <description>Ab und an treffe ich mich mit meiner Kollegin auf der Arbeit zum Rauchen. Ich rauche nicht. Aber ist die einzige Gelegenheit sich mal ein paar Minuten entspannt unterhalten zu können. Bisher hatten wir uns immer etwas zu erzählen. Aber wie wäre es, wenn das eines Tages nicht mehr der Fall wäre?</description>
    <dc:creator>7an</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jan.twoday.net/topics/Gedanken&quot;&gt;Gedanken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 7an</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-16T13:48:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jan.twoday.net/stories/5194744/">
    <title>Das Neue nach dem Neuem</title>
    <link>http://jan.twoday.net/stories/5194744/</link>
    <description>Man wächst auf, man geht zur Schule, zu vielen Schulen, viele Jahre lang, dann kommt vielleicht Zivildienst, dann ein Studium. Man lebt, man studiert, was danach kommt ist offen. Irgend etwas ergibt sich. Man arbeitet. Jetzt könnte es so weiter gehen. Und die Jahre verstreichen. Möchte man jetzt aber das Leben erst wirklich erkunden und alle seine Möglichkeiten ausschöpfen (was der beste Zeitpunkt ist), dann wandelt sich das Leben plötzlich. Altbekanntes wird bisweilen merkwürdig fad. Seien es Menschen, sei es der Sport. Was auch immer. Das neue kündigt sich an, ist aber noch nicht da. Auch wird es nur eine Phase sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anfang-Zwanzig-Sein-und-unbekümmert-Studieren-und-das-&lt;br /&gt;
Leben-ist-schön-Zeit ist passé. Eine komische Sache. Früher habe ich mir nicht so einen Kopf gemacht. Früher war alles einfacher. Aber jetzt ist es spannender. Mir scheint, dass der Mensch erst mit Ende 20 so richtig selbstständig wird, dass er dann die größtmögliche Freiheit in Verbindung mit Bereitschaft zu Neuanfängen hat. Aber nimmt dann nicht gleichzeitig diese Bereitschaft schon wieder ab? Ab 30 werden die meisten Menschen gesetzter, oder? Gut, dass ich noch 18 Monate habe.</description>
    <dc:creator>7an</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jan.twoday.net/topics/Gedanken&quot;&gt;Gedanken&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-09-16T13:18:00Z</dc:date>
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    <title>Das Ende meiner Automobil-Ära</title>
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    <description>Zehn Jahre. Genauer 9 Jahre und 11 Monate bin ich Auto gefahren. Am 16. Oktober 1998 war ich zum ersten Mal alleine in meinem Auto, einem alten roten Opel Kadett, unterwegs. Ein guter Wagen. Bin viel mit ihm rumgekommen. Zum Beispiel war ich mit dem Opel zum ersten Mal in Darmstadt, um mich an der Uni einzuschreiben. 2004 ist er mir dann unter den Fingern zerfallen. Ein Händler hat ihn nur noch für lau genommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ich hatte Glück. Ein entfernter Großonkel wurde zu alt fürs Fahren und hat mir seinen Audi 80 vermacht. Eine wirklich dicke Karre. Schön zum Cruisen. Zwei-Liter-Maschine, 120 PS. War mir ein treues Gefährt. Eben habe ich den Audi verkauft. Ein neuer Wagen wird nicht folgen. Zum ersten Mal seit zehn Jahren, zum ersten Mal seit ich meinen Führerschein habe, besitze ich kein Auto mehr. Und es ist gut so. Obendrein bin ich mobiler denn je. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich habe ich das Auto nur noch benötigt, um, wenn das Wetter ungemütlich war, zum Training zu fahren und um Bierkisten zu transportieren. Aber dafür alleine rechnet sich ein Auto schwerlich. Vor allem, wenn teure Reparaturen anstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ein wenig kurios. Die ganzen Jahre als Schüler und Student habe ich ein Auto besessen. Und eine eigene Wohnung. Und jetzt nach dem Studium habe ich darauf keine Lust mehr. Andere werden bürgerlicher und investieren in Materielles. Ich nehme davon Abschied.</description>
    <dc:creator>7an</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jan.twoday.net/topics/Pers%C3%B6nliches&quot;&gt;Persönliches&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-09-16T10:46:00Z</dc:date>
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    <title>Betten, Bier und belgische Mädchen</title>
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    <description>Arrivederci. Ciao Ciao. Guten Morgen. Gute Nacht. Was soll man schreiben, wenn es mit dem Schlafen nicht hingehauen hat? Nicht weil man nicht wollte, sondern weil es nicht ging. Ist übrigens erstaunlich, was das Bewusstsein, dass man am nächsten Morgen Frühdienst hat, mit einem anrichtet. Beim Einschlafen hilft es jedenfalls nicht. Leider habe ich keine Schlaftabletten da - aber Becks!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das da oben rechts ist übrigens ein (neudeutsch) Teaser. Der soll auf auf die Talentarena locken. Nen dickes Portal, auf dem ihr dicke Kunst präsentieren könnt. Oder Gitarrengeschrammel. Oder, wenn man gar nichts kann, auch Prosa und Lyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Seite von Scala, das ist dieser belgische Mädchenchor, kann man sich übrigens (zumindest für eine Zeit lang) das neue Album kostenfrei runterladen. Guckst du hier: &lt;a href=&quot;http://www.scalachoir.com/paperplane/&quot;&gt;http://www.scalachoir.com/paperplane/&lt;/a&gt; Gar nicht dumm, die PR-Strategie. Für Bekanntheit sorgt sie allemal. Und das ist doch die Währung in unser heutigen Musikwelt, oder?</description>
    <dc:creator>7an</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jan.twoday.net/topics/Nachtgedanken&quot;&gt;Nachtgedanken&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-09-12T01:51:00Z</dc:date>
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    <title>Online-Fuzzi</title>
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    <description>Neulich n Print-Kollege auf der Arbeit XD:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;&lt;br /&gt;Wenn dir nen Online-Fuzzi sagt, du bist zu boulevardesk, dann biste ganz unten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/cite&gt;</description>
    <dc:creator>7an</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jan.twoday.net/topics/Journalistisches&quot;&gt;Journalistisches&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-09-11T14:43:00Z</dc:date>
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    <title>Die Zeit der Abschiede beginnt</title>
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    <description>Das Klavier ist weg. Vorhin haben sie es abgeholt. War &apos;n gutes Gefühl. Aber trotzdem kommt mir die Wohnung jetzt so leer vor. Sei&apos;s drum. Das Auto verschwindet auch die Tage. Kein Bock mehr auf Reperaturen, Steuer und den ganzen Mist. Weg mit den bürgerlichen Geldverschlingern. In der Tat habe ich auch, als das Klavier abgeholt wurde, ein gutes Lüftchen Freiheit geschmeckt. Es bahnen sich ganz neue Zeiten an und es ist, als erwache man aus einem langen Winterschlaf und erkenne erst wieder, was man eigentlich für ein Mensch war. Und dennoch. Wenn man dann wieder manchen Morgen in der Bahn sitzt, ist man froh, dass das Leben geregelt ist und man sich gemütlich in seinem Trott ausruhen kann (der aber eigentlich das genaue Gegenteil und vor allem nicht gemütlich ist). Wagt man es aber nur einmal, kurz diese Pfade zu verlassen, jagt das Leben mit schreiender Freude in einen hinein. Carpe Diem!</description>
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    <dc:date>2008-09-09T20:37:00Z</dc:date>
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