header_neu

Dienstag, 17. August 2010

Die Weltreporter aus der Provinz: 25 Jahre Zeitenspiegel

Vor 25 Jahren hatten zwei Reporter und zwei Fotografen einer schwäbischen Zeitung genug vom alltäglichen Klein-Klein, genug davon, bloß zwei Mal im Jahr eine große Reportage machen zu dürfen. Sie verließen den Verlag und beschlossen, auf eigene Faust große Reportagen samt Fotos zu produzieren und zu verkaufen. Die Einkünfte sollten geteilt werden. Das war der Anfang der Agentur Zeitenspiegel, die mehr ist als eins der zahllosen Journalistenbüros im Land. Zum einen wegen dem hohen Anspruch, Reportagen aus aller Welt für renommierte Magazine wie stern, focus oder GEO zu machen, und zum anderen wegen der solidarischen Idee.

Zeitenspiegel ist ein selbstverwalteter Betrieb, eine große Familie - was schon daran deutlich wird, dass jeden Tag einer für alle kochen muss. Zeitenspiegel ermöglicht seinen Mitgliedern, was anderswo nur schwer oder gar nicht möglich ist. Ein tolles Thema in Südamerika? Kein Problem, die Agentur bezahlt die Reisekosten. Einer möchte unbedingt als Korrespondent nach Shanghai? Soll er, die Agentur ermöglicht das. Von derlei verheißungsvollen Möglichkeiten angelockt, haben schon etliche Festangestellte ihre gut dotierten, sicheren Posten verlassen.

Mittlerweile hat die Agentur 36 Mitglieder mit verschiedenen Formen der Zugehörigkeit. Sie schuf einen Kindergarten für ihren Nachwuchs, den angesehenen Hansel-Mieth-Preis, das Gabriel Grüner-Stipendium und in Kooperation mit der Volkshochschule Reutlingen die Zeitenspiegel-Reportageschule Günter Dahl, die ich im fünften Jahrgang besuchen durfte. Ich denke oft an die Ausbildung, an die Dozenten, die Mitarbeiter und an die herzliche Atmosphäre zurück. Ja, Zeitenspiegel ist wirklich etwas Einzigartiges. Möge die Agentur auch die nächsten 25 Jahre gut überstehen!


PS: Ingid Kolb, Freundin der Agentur und ehemalige Leiterin der Nannenschule, hat eine schöne Rede auf der Jubiläumsfeier gehalten. [hier lesen ...]

Unverstellt und sympathisch: Seiberts erster Tag

Steffen Seibert ist nun offiziell als neuer Regierungssprecher im Amt. Sympathisch, dass er so offen mit seiner Nervosität umgeht, ja überhaupt welche hat als 50-jähriger TV-Anchorman. Irgendwie beruhigend. Siehe auch das Reuters-Video.


Neuester Kommentar

Danke
Vielen Dank für diese Sätze: "Es sollte eine...
Johanna (Gast) - 2013-12-05 10:34
Gut analysiert. Nur bei...
Gut analysiert. Nur bei der politischen Ausrichtung...
7an - 2013-10-10 15:08
Kein Interesse
Nur eine kurze Anmerkung. Journalisten denken von ihrem...
Otto Hildebrandt (Gast) - 2013-10-10 14:08

Suche

 



arbeitsprozesse
das schreiben
der autor
der journalismus
digitale welt
diplomtagebuch
freie presse
fundsachen
gedanken
journalismus-studium
medienbeobachtungen
meinung
panorama
persönliches
poeten
reisenotizen
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren