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blogheaderr

Sonntag, 28. September 2008

Die große Geschichte Paul Potts

Er hat den Stoff gewebt, aus dem große Geschichten gemacht sind. Paul Potts "hat dem schwachen, zweifelnden, übersehenen, überholten, aus der Form und aus der Mode geratenen Mann seine Würde zurückgegeben", bringt es Georg Diez im SZ Magazin auf den Punkt.

Mich fasziniert vor allem der dramaturgische Fall Potts als Lehrbeispiel. Ich kann mir das Video von seinem Auftritt wieder und wieder anschauen und es bewegt mich immer. Dabei ist es eine einfache Sache: Da kommt dieser vom Leben geprügelt aussehende Kerl angewatschelt und wird belächelt, weil er in einer Castingshow Oper singen möchte. Aber er ist wirklich ein Opernsänger, nur seine "ständige Angst vor der Ablehnung" (Frankfurter Rundschau) hinderte ihn daran, eine Profi-Laufbahn einzuschlagen. Er hat sogar schon einmal 1999 in einer Talentshow gewonnen.

Aber dieses Mal ist der Widerspruch noch größer. Potts kam mit einer Verlierer-Ausstrahlung auf die Bühne - aber mit der unerschütterlichen Zuneigung zur großen Oper. Und dann stellt er sich hin und singt nicht nur eine Arie von Puccini, er singt von sich selbst, von seiner nie erhörten Liebe, er singt von der ewigen Enttäuschung des kleinen Mannes, sein Leben selbst ist Oper, ein klassisches Drama, dessen glückliche Auflösung die ganze Welt miterleben durfte.

Fundament des Dichtens


Verse sind nicht, wie die Leute meinen, Gefühle, es sind Erfahrungen.

Rainer Maria Rilke

Mit Dank an Barbara

Ergänzung: Eigentlich sind es nicht nur Erfahrungen. Es sind die Gefühle der Erfahrungen.



Neuester Kommentar

Als Teil der italienischen...
Als Teil der italienischen akademischen Jugend empfinde...
Barbarina - 2009-12-15 19:44
danke
danke
7an - 2009-12-11 15:03
*hust* http://watch-series .com/serie/sons_of_anarchy würd...
*hust* http://watch-series .com/serie/sons_of_anarchy würd...
ratatosk - 2009-12-11 14:59

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