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Dienstag, 16. September 2008

Feder & Blut

Ich würde gerne mal wieder etwas schreiben. Eine kleine Story. Aber ich bin niemand, der sich so etwas aus den Fingern saugt. Ich habe keine Lust, Stories zu plotten, zu erfinden, zu konstruieren. Warum sollte ich mir irgend etwas Absurdes ausdenken? Nein, ich möchte etwas schreiben, dass mein Blut durchwandert hat, ich brauche die Essenz einer Erfahrung.

Das Ende meiner Automobil-Ära

Zehn Jahre. Genauer 9 Jahre und 11 Monate bin ich Auto gefahren. Am 16. Oktober 1998 war ich zum ersten Mal alleine in meinem Auto, einem alten roten Opel Kadett, unterwegs. Ein guter Wagen. Bin viel mit ihm rumgekommen. Zum Beispiel war ich mit dem Opel zum ersten Mal in Darmstadt, um mich an der Uni einzuschreiben. 2004 ist er mir dann unter den Fingern zerfallen. Ein Händler hat ihn nur noch für lau genommen.

Aber ich hatte Glück. Ein entfernter Großonkel wurde zu alt fürs Fahren und hat mir seinen Audi 80 vermacht. Eine wirklich dicke Karre. Schön zum Cruisen. Zwei-Liter-Maschine, 120 PS. War mir ein treues Gefährt. Eben habe ich den Audi verkauft. Ein neuer Wagen wird nicht folgen. Zum ersten Mal seit zehn Jahren, zum ersten Mal seit ich meinen Führerschein habe, besitze ich kein Auto mehr. Und es ist gut so. Obendrein bin ich mobiler denn je.

Eigentlich habe ich das Auto nur noch benötigt, um, wenn das Wetter ungemütlich war, zum Training zu fahren und um Bierkisten zu transportieren. Aber dafür alleine rechnet sich ein Auto schwerlich. Vor allem, wenn teure Reparaturen anstehen.

Es ist ein wenig kurios. Die ganzen Jahre als Schüler und Student habe ich ein Auto besessen. Und eine eigene Wohnung. Und jetzt nach dem Studium habe ich darauf keine Lust mehr. Andere werden bürgerlicher und investieren in Materielles. Ich nehme davon Abschied.


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Otto Hildebrandt (Gast) - 2013-10-10 14:08

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