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Sonntag, 10. Juni 2007

Die Uhr als Scharfrichter

Die letzte Nacht vor Abgabe des Diploms hat begonnen. Wenige Sterne am Firmament. Eine warme Brise wildert durch die Dunkelheit und der Mond liegt im Schatten. Mitternacht steht bevor. Die Uhr tickt. Jetzt müssen die letzten Arbeiten beendet werden. Es wird kein Erbarmen geben. Die Frist ist ultimativ. Es ist ruhig. Fast scheint es, als wage nicht einmal der Wind, auf sich aufmerksam zu machen. Es weht sogar schon der Geruch des Festes umher, eine Ahnung von Ausgelassenheit. Doch zuerst muss diese Nacht überlebt werden.

Nachtrag: Wenn ich schon früher fertig gewesen wäre und abgegeben hätte, wäre jetzt dieses Kribbeln nicht. Wie könnt ihr nur darauf verzichten, Kinder?

T Minus 29 Stunden

Von wegen fertig. Ich bin immer noch nicht fertig. Immerhin ist das "Ding" jetzt fertig überarbeitet. Inhaltsverzeichnis ist halb fertig, ein Entwurf eines Deckblattes ist fertig und das Literaturverzeichnis fehlt noch ganz. Nur alle Quellen habe ich zusammen gesucht. Aber die ganzen Detailinformationen müssen noch für die noch vierseitige Liste ergänzt werden. Das wird ein Spaß. Dummerweise muss ich heute noch arbeiten. Also werde ich wohl die letzten Details kommende Nacht erledigen und dann gleich zum Binden fahren.

PS: Ab der Hälfte der Arbeit ist der linke Rand etwas schmaler als vorher. Man kann einfach nicht mehr den Zeiger bei Word auf der entsprechenden Markierung exakt positionieren. Entspricht nicht meinem Verständnis von Logik, aber gut. Ist jetzt auch einfach mal egal. Gute Nacht.

PPS: Ich vergesse ständig, was zu essen. Naja, die Pizza von der ich nur drei Bissen gemacht habe, kann ich ja wieder aufwärmen.

Nacht

Warum kann es eigentlich nicht mal gescheit lange dunkel bleiben? Diese kurzen Nächte sind wirklich eklig. Mal so 'ne 20 Stunden Nacht, das wäre jetzt schön.

Druckreif schreiben

Ich will nicht sagen, dass es mich ankotzt, das Diplom zu überarbeiten, aber es kotzt mich an. Redigatur ist generell einfach das Letzte. Und da lernt man auch noch, angehenden jüngeren Journalisten ständig zu verdeutlichen, dass die Arbeit mit dem Text nach dem Schreiben erst anfängt. Bullshit ist das. Einfach nur Bullshit. Irgendwann werde ich nur noch druckreif schreiben. Alles Mist.


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Gut analysiert. Nur bei der politischen Ausrichtung...
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Otto Hildebrandt (Gast) - 2013-10-10 14:08

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