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Montag, 12. Februar 2007

Das Volk versklavt sich selbst

Im ZDF lief eben ein Spielfilm im Stile des Realitätsfernsehens. Der Hauptcharakter im Film wusste also nicht, dass er Teil einer Inszenierung war. Man kennt das aus der Truman Show mit Jim Carrey. Doch diesem Film (Tödlicher Umweg) fehlte die komische Unternote, wie sie in der US-Produktion zu finden war. Der ZDF-Film war dramatisch. Die Figur des jungen Mannes drohte wahnsinnig zu werden und alles war nur eine Inszenierung, alles war nur für einen großen Film.

Dieser Spielfilm thematisiert aber auch die überwachte Gesellschaft und zeigt, dass am Ende nur die Show und das Geld etwas bedeuten. Spannende Sache mag man sagen. Und ja, das war sie. Doch für mich was das keine Fiktion. Noch gibt es so etwas nicht, das stimmt. Doch es gibt Big Brother, es gibt kontinuierlich mehr Kameras, die die Öffentlichkeit überwachen - pardon, sie schützen natürlich die Bürger vor Übeltätern und Terroristen - und immer mehr Daten lassen sich im Netz abgleichen. Dieser Film zeigte Fiktion. Aber die Frage ist, wie lange so etwas noch Fiktion bleibt. Ich behaupte: Schon jetzt gibt viele Menschen, die sich an so einer Sache beteiligen würden.


"Wir sind alle von Anfang an verflucht, und auch Du musst erst furchtbar verletzt werden, bevor Du ernsthaft schreiben kannst." - Hemingway an Fitzgerald

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